Show von Stephen Colbert
Gipfeltreffen der Late-Night-Giganten – und natürlich geht es vor allem um Trump

Jimmy Fallon, Jimmy Kimmel, Seth Meyers und John Oliver reden bei Stephen Colbert über Trump
Jimmy Fallon, Seth Meyers, John Oliver und Jimmy Kimmel (v.l.n.r.) reden bei Stephen Colbert über Trump
© Scott Kowalchyk / CBS Broadcasting

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US-Comedian Stephen Colbert muss seine Late-Night-Show aufgeben – wohl auch auf Druck von Trump. Kurz vor Schluss holt er seine prominenten Kollegen in die Sendung.

Einen solch geballten Auflauf der Late-Night-Prominenz gibt es selten: Stephen Colbert, Jimmy Fallon, Jimmy Kimmel, Seth Meyers und John Oliver haben sich in einer Sendung getroffen – zu einem besonderen Anlass.

Die fünf US-Comedians kamen in der „Late Show“ von Stephen Colbert zusammen, die in der nächsten Woche eingestellt wird. Sie sprachen über ihr Genre, machten jede Menge Witze, und natürlich spielte Donald Trump eine große Rolle. Der US-Präsident beschäftigt das Quintett regelmäßig bei der Arbeit und hat auch einen großen Anteil daran, dass Colberts Sendung abgesetzt wird.

Stephen Colbert reißt Witze über Donald Trump

Gastgeber Colbert präsentierte in seinem Monolog zu Beginn der Show einen vermeintlichen Friedensplan des US-Präsidenten für den Iran-Krieg. Ein einzelnes Blatt, auf dem stand: „Willst du mit mir Frieden schließen? Ja oder Nein.“ „Das einzige, was noch einfältiger als dieser Plan ist, ist der Mann, der ihn gemacht hat“, sagte Colbert unter dem Applaus des Publikums im New Yorker Ed-Sullivan-Theater.

Außerdem machte sich der Late-Night-Host über eine neue Statue von Trump lustig, die vor dessen Golfclub in Miami steht. „Freizeit-Götzendienst“ nannte er sie.

Trump kritisiert regelmäßig US-Comedians

Anschließend tauschten sich Colbert und die anderen Late-Night-Giganten über ihre Erfahrungen und ihren Umgang mit den Launen Trumps aus. Seth Meyers sieht es positiv: „Was mir gefällt, ist, dass er postet, wenn die Sendung läuft. Ich finde es gut, dass er lineares Fernsehen schaut.“ Dass der Präsident der Vereinigten Staaten die Late-Night-Show sehe, spreche nur für das Genre.

Jimmy Kimmel fügte hinzu: Noch seltsamer, als dass Trump seine Sendung sehe, sei, dass seine Frau „starke Gefühle“ dafür habe. Trump hatte kürzlich die Entlassung von Kimmel gefordert, nachdem dieser seiner Frau Melania das „Strahlen einer werdenden Witwe“ attestiert hatte.

Mit seiner Forderung nach der Absetzung von Kimmels Show hatte Trump schon einmal Erfolg: Der ABC-Mutterkonzern Disney trennte sich von dem Comedian, nachdem Kimmel Trump und seinen Anhängern vorgeworfen hatte, die Ermordung von Charlie Kirk für ihre politischen Zwecke zu nutzen. Nach heftiger Kritik ruderte der Konzern zurück – das sei auch den Fans zu verdanken, die ihre Abos gekündigt hätten, meinte Kimmel.

Aus für „Late Night Show“

Stephen Colberts Show bei CBS wird offiziell aus „rein finanziellen“ Gründen abgesetzt. Viele Branchenkenner vermuten jedoch, dass CBS aus Rücksicht auf Trump handelt, der in der Sendung immer wieder scharf kritisiert wird.

Als Colbert anmerkte, dass ausgerechnet seine Show als erste aus der Runde wegfalle, obwohl sie am spätesten gestartet sei, antwortete Kimmel mit schwarzem Humor: „Das ist so, als ob deine junge Frau stirbt.“

Quellen: „The Late Night Show With Stephen Colbert“, Nachrichtenagenturen DPA und SpotOnNews

epp

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