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Pinewood-Studios: "007"-Halle geht in Flammen auf

Ein Großbrand in den Pinewood-Studios nahe London hat einen der "007"-Drehorte fast völlig zerstört. Es ist nicht das erste Mal, dass auf dem Gelände Feuer ausgebrochen ist.

Bei einem Großfeuer in der Nähe von London ist einer der Drehorte für den neuesten James-Bond-Film fast völlig zerstört worden. In der "007"-Halle auf dem Gelände der legendären Pinewood-Studios entstand nach Angaben der Feuerwehr erheblicher Sachschaden. Vor kurzem waren dort noch Szenen für den neuen Bond-Film "Casino Royale" gedreht worden, der im November in die Kinos kommen soll. Dazu war das Innere der Halle für mehr als 40 Millionen Euro in eine Venedig-Kulisse verwandelt worden.

Die Feuerwehr war nach Angaben einer Sprecherin mit mindestens acht Löschfahrzeugen im Einsatz, um eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Das Feuer konnte nach anderthalb Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Zur Unglücksursache gab es zunächst keine gesicherten Erkenntnisse. Straßen in der Nähe wurden kurzzeitig geschlossen, über den Gebäuden stieg dichter Rauch auf. Die Brandwolke war nach Augenzeugenberichten noch in 15 Kilometern Entfernung zu sehen.

Nicht der erste Brand

Die Pinewood-Studios liegen inmitten von Kiefernwäldern etwa 30 Kilometer westlich von London. Auf dem Gelände wurden schon zahlreiche andere Bond-Filme gedreht. Dazu wurden in der "007"-Halle immer wieder künstliche Landschaften erschaffen. Es war nicht das erste Mal, dass es dort brannte: 1984 wurde bei einer Explosion eine andere Halle zerstört, die für "Der Spion, der mich liebte" erbaut wurde und dann als Kulisse für drei weitere Bond-Filme diente.

DPA/AP / AP / DPA
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