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PR-Aktionen zu Sex und Gewalt: Porno ist nicht geil

Rammstein dreht einen Hardcore-Porno. Deutsche Filmemacher inszenieren einen Terroranschlag in Amerika. Unsere Aufmerksamkeit ist ein knappes Gut, da müssen brachiale PR-Aktionen her. Doch hat auch Werbung ihre Grenzen.

Von Sophie Albers

In Zeiten, da die Gier nach Aufmerksamkeit die Gier nach Geld überflügelt, herrscht Krieg an der Unterhaltungsfront. Weil es immer schwieriger wird, das Meer der Informationsflut zu teilen, um zum potenziellen Konsumenten, Fan oder Zuschauer durchzudringen, werden die Werbeaktionen um das knappe Gut der öffentlichen Anteilnahme zunehmend krawallig. Ein Busenblitzer à la Verona Pooth ist heutzutage kaum mehr als ein netter Versuch.

Verlässliche Helfer im Geschäft mit dem großen Auftritt sind Sex und Gewalt. Die erzeugten Gefühle - vor allem Lust und Angst - sind das Tor in die Aufmerksamkeitsarena. Das weiß jeder Marketing-Praktikant. Und auch Rammstein: Nach vier Jahren Pause präsentiert die Rockband das Stück "Pussy" und setzt auf die PR-Wucht eines Hardcore-Pornovideos, das durch einen Klick auf den heuchlerischen "Ich bestätige, volljährig zu sein"-Button für jedermann im Netz zugänglich ist. Computertechnik macht möglich, dass die Band in allen Positionen bis zum Cumshot durchhält.

Gewalt statt Sex haben sich die Regisseure des deutschen Films "Short Cut to Hollywood" als Brechstange in die Köpfe der Menschen ausgesucht: Am Morgen des 10. September gingen Anrufe bei deutschen Medien ein, in denen ein Mann behauptete, dass es in einer amerikanischen Stadt namens Bluewater einen Terroranschlag gegeben habe. Araber mit Bombengürteln hätten ein Restaurant überfallen. Und das einen Tag vor dem Jahrestag der Anschläge des 11. September. Im Internet fanden sich bestätigende Videos, Internet-Seiten und Wikipedia-Einträge. Allerdings war alles erfunden. Kurzum: Medien, die darüber berichteten, waren auf eine ausgefeilte, gut organisierte PR-Aktion hereingefallen.

Aber kaufen wir deshalb jetzt alle Rammstein-CDs und "Short Cut to Hollywood"-Kinokarten? Ist es wirklich so einfach, sind wir so leicht zu kriegen?

Geiz war geil

Nachfrage bei den Werbeprofis von Jung von Matt, die einst den umstrittenen Werbespruch "Geiz ist geil" erfanden und in deren Credo es heißt, das Ziel guter Werbung sei die Eroberung. Nein, so einfach sei es nicht, und ja, die Werbung habe Grenzen, sagt Jung-von-Matt-Geschäftsführerin Dörte Spengler-Ahrens entschieden. Aufmerksamkeit allein reicht nämlich nicht.

"Vielleicht gibt es in der Rammstein-Fanzielgruppe einen kleinen Prozentsatz, der diese erneute Provokation goutiert. Aber damit wird die Band sicherlich nicht ihr Fanspektrum erweitern", sagt Spengler-Ahrens. Es gebe nämlich einen "Geschmack der Zeit, eine unsichtbare Linie, die man nicht überschreiten sollte". Das sei hier jedoch geschehen, "zudem auf plumpe Art und Weise. Das geht nicht auf. Der Zuschauer hat eine sehr feine Antenne dafür, wann es nur um plumpes Heischen nach Aufmerksamkeit geht und wann um mehr". Überschätzen Rammsteins Marketingstrategen also die Sensationsgier des Publikums? Die Verkaufszahlen werden es zeigen.

"Flatterhaft und pervers"

Auch der "Bluewater"-Skandal war Gesprächsthema. Zweck erfüllt, könnte man meinen. Aber die Werberin schüttelt erneut den Kopf: Es sei zwar ein Lehrstück für die Medien, aber keine gelungene Werbung. "Die Aktion spielt mit Angst und mit Mitleid. Wenn jemand um Hilfe ruft, ist man geschockt und bemüht sich. Wenn sich das als Scherz herausstellt, ist man nicht nur in seiner Wahrnehmung getäuscht worden, sondern in seinen Gefühlen enttäuscht", sagt Spengler-Ahrens. "Das berührt einen viel tiefer. Das verzeiht man dem Absender nicht." Werbung stoße an ihre Grenzen, wenn die Gefühle der Menschen getäuscht werden, so die Jung-von-Matt-Geschäftsführerin. "Aufmerksamkeit hat der Film sicher erregt, aber das Kommunikationsziel, positiv für einen Film zu werben, wurde nicht erreicht."

Also auch Daumen runter für die Regisseure Marcus Mittermeier und Jan Henrik Stahlberg und zudem eine Absage an den alten Spruch: "Jede Werbung ist gute Werbung", der von dem Zirkusmann und Schausteller P.T. Barnum stammen soll, der im 19. Jahrhundert unter anderem mit "menschlichen Sensationen" durch Amerika tingelte. Von ihm stammt allerdings auch der Satz: "Das Publikum ist ein seltsames Tier, flatterhaft und oftmals pervers."

Was bleibt von solchen PR-Aktionen außer das ungute Gefühl, dass bald wieder jemand um die Ecke kommen wird, der die Provokation noch weiter treibt? Die Gewissheit, dass Sie sich gerade fragen, warum eigentlich alle über die PR-Aktionen reden, aber nicht über das, was beworben wurde. Die Antwort ist einfach: Offensichtlich ist der Inhalt allein nicht der Rede wert.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?