HOME

River Phoenix' unvollendeter Film: Auf die Leinwand mit Joaquins Hilfe

Ende des Monats jährt sich der Todestag von River Phoenix zum 18. Mal. Der Regisseur seines letzten, unvollendeten Films will diesen nun fertigstellen und in die Kinos bringen. Dafür hofft er auf die Mithilfe von einem der unberechenbarsten Schauspieler Hollywoods: Rivers Bruder.

Mit nur 23 Jahren starb River Phoenix an einer Überdosis in Los Angeles. Das war 1993 und Phoenix befand sich mitten in den Dreharbeiten zu dem Film "Dark Blood", woraufhin die Produktion eingestellt und nie wieder aufgenommen wurde. Der Regisseur des Films, George Sluizer, ist seither im Besitz der Aufnahmen und plant nun, den Film fertigzustellen.

Laut "The Hollywood Reporter" hat der 79-jährige Niederländer bereits einige Änderungen an dem Film vorgenommen und will anders als ursprünglich geplant die Geschichte von einem Erzähler - dem Hauptcharakter selbst - wiedergeben lassen. Dafür will Sluizer Rivers Bruder Joaquin Phoenix an Bord holen. "Die Stimmen beider Brüder hören sich sehr ähnlich an", begründet er sein Vorhaben im Gespräch mit der Webseite.

In dem Film geht es um einen jungen Witwer namens Boy, gespielt von River Phoenix. Als Einsiedler lebt dieser in der Wüste auf einem Versuchsgelände für Nuklearwaffentests und stellt dort Puppen her, von denen er meint, dass sie übernatürliche Kräfte besitzen. Eines Tages kommt er einem Ehepaar zu Hilfe, das bei der Durchreise mit dem Auto liegen geblieben ist.

Veröffentlichung im nächsten Jahr

River Phoenix brach am 31. Oktober 1993 vor dem Nachtklub Viper Room in Los Angeles in den Armen seines Bruders Joaquin zusammen. Zuvor hatte er große Mengen Heroin und Kokain genommen sowie Valium, Cannabis und einige andere Dorgen. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo allerdings nur noch sein Tod durch Herzstillstand festgestellt werden konnte.

Die Produzenten des Filmes "Dark Blood" versuchten anschließend, Rivers Mutter auf sechs Millionen Dollar zu verklagen. Sie unterstellten ihr, die Drogenabhängigkeit ihres Sohnes verheimlicht und so indirekt die Fertigstellung des Filmes verhindert zu haben. Die Anklage hielt vor Gericht nicht stand.

ono/Bang