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Großaufnahme : 15 Dinge, die Sie über Robert De Niro wissen müssen

Fans von Al Pacino sehen das vielleicht anders, aber für den Rest gilt Robert de Niro als größter Filmschauspieler aller Zeiten. Aktuell ist er mit der Komödie "The Comedian" im Kino zu sehen. 15 Fakten über den zweifachen Oscarpreisträger.

Robert de Niro

Schauspieler Robert de Niro 2016 in Cannes

•In seinem neuen Film "The Comedian" spielt De Niro einen ehemaligen Star-Komiker, der nach einer Prügelei Sozialstunden in einem Obdachlosenheim ableisten muss, sich dort in die wesentlich jüngere Harmony (Leslie Mann) verliebt und auf der Hochzeit seiner lesbischen Nichte für gehörigen Ärger sorgt.  

Robert De Niro ist gebürtiger New Yorker, geboren 17. August 1943 als einziges Kind des bedeutenden abstrakt-expressionistischen Malers Robert De Niro Sr.. Seine Mutter Virginia Admiral war ebenfalls Malerin und verfasste Gedichte. Die beiden ließen sich 1945 scheiden, sein Vater outete sich als homosexuell. Robert Jr. wuchs bei seiner Mutter auf.

•Der scheue junge Robert, der wegen seiner Blässe "Bobby Milk" genannt wurde, stand schon als Zehnjähriger erstmals auf einer Bühne, als ängstlicher Löwe in einer Schulaufführung von "Der Zauber von Oz".

•Mit 16 verließ er die Schule, um Schauspieler zu werden. Nach einigen Theater-Tourneen beschloss er, es richtig zu lernen und nahm ab 1960 Unterricht im HB Studio, am Stella Adler Conservatory und in Lee Strasberg's Actor's Studio.

•1963 drehte De Niro seinen ersten Film, "The Wedding Party", der aber erst 1969 in die Kinos kam. Regie führte Brian De Palma, mit dem er noch drei weitere Filme drehte - "Greetings" (1968), "Hi, Mom!" (1970) und "The Untouchables" (1987) - und der hier erzählt, wie er De Niro für seinen Film entdeckte:


•Seinen ersten Werbespot drehte er 1970 – für die Autofirma AMC:


...seinen bislang letzten in diesem Jahr für die italienische Modefirma Ermenegildo Zegna:


•1973 drehte er mit "Hexenkessel" seinen ersten von acht gemeinsamen Filmen mit Martin Scorsese. Der neunte, "The Irishman", über den Mafiakiller Frank Sheeran, ist gerade in Produktion gegangen und vereint erstmals die alten Freunde De Niro, Al Pacino, Joe Pesci und Harvey Keitel gemeinsam vor der Kamera. Die beiden arbeiteten außerdem 2015 für den Kurzfilm "The Audition" zusammen. Der Werbefilm für die beiden neuen Casinos Studio City in Macao und City of Dreams in Manila gilt mit 70 Millionen Dollar als der teuerste aller Zeiten.

•De Niro war sieben Mal für den Oscar nominiert und gewann zweimal, als Bester Nebendarsteller ("Der Pate 2", 1974) und als Bester Hauptdarsteller ("Wie ein wilder Stier", 1980). Mit Letzterem erspielte er sich auch den Golden Globe, für den er acht Mal nominiert war.

•1984 widmete ihm die britische Popband Bananarama den Song "Robert De Niro’s Waiting" und landete damit einen Hit. Erfreut und geschmeichelt zugleich, arrangierte er ein Treffen mit den drei Damen, die so nervös waren, dass sie sich vorher betranken. Hier das Video – nicht vom Treffen, vom Song:


•Von 1976 bis 1988 war er mit der Schauspielerin Diahnne Abbott verheiratet, das Paar hat einen gemeinsamen Sohn, Raphael (41), außerdem adoptierte er Diahnnes Tochter Drena (40). Aus der Beziehung mit dem Model Toukie Smith stammen die Zwillinge Aaron Kendrick und Julian Henry (21). Mit seiner aktuellen Ehefrau Grace Hightower hat De Niro einen Sohn, Elliot (19) und eine Tochter, Helen Grace (5). Außerdem ist er vierfacher Großvater.

•Zusammen mit der Produzentin Jane Rosenthal gründete er 1989 seine eigene Firma Tribeca, deren erstes Projekt 1991 Martin Scorseses Thriller "Kap der Angst" war. 2002 feierte das inzwischen renommierte Tribeca Film Festival seine Premiere, das De Niro ins Leben gerufen hatte, um das Stadtgebiet Lower Manhattan nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zu revitalisieren.

•Um den Tourismus nach den Terrorattacken anzukurbeln, spielte er mit Billy Crystal in diesem Spot, der anlässlich der Thanksgiving Day Parade des New Yorker Kaufhauses Macy gedreht wurde:


•Das sagt er:
"Schwierig? Ich? Ich denke nicht, dass ich, verglichen mit anderen, schwierig bin. Einen Film zu drehen ist eine harte Angelegenheit, also muss man es den Leuten nicht auch noch unnötig schwer machen, indem man seine persönlichen Probleme mit an den Set bringt. Wenn du zum Beispiel Schwierigkeiten mit deinem Vater oder einer anderen Vaterfigur hast, solltest du damit nicht dem Regisseur auf die Nerven gehen."

•Das sagen andere:
"Es gibt nur ganz wenige Schauspieler, die so hart an sich arbeiten wie Robert. Er war der einzige, der mich fragte, ob wir auch am Sonntag proben könnten. Die meisten anderen spielen an diesem Tag Tennis." (Elia Kazan, Regisseur von De Niros Film "Der letzte Tycoon", 1976).

Robert De Niro für Einsteiger:

„Hexenkessel“ (1973)
„Der Pate 2“ (1974)
„Taxi Driver“ (1976)
„Die durch die Hölle gehen“ (1978)
„Wie ein wilder Stier“ (1980)
„Es war einmal in Amerika“ (1984)
„GoodFellas“ (1990)
„Heat“ (1995)
„Wag the Dog“ (1997)
„Silver Linings“ (2012)

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