HOME

"Creed": Was Sie über "Rocky 7" wissen müssen

Rocky ist alt geworden, steigt aber noch mal in den Ring, als ein ganz besonderer Hitzkopf ihn um Hilfe bittet. Und plötzlich beginnt die großartige, 40 (!) Jahre alte Geschichte von vorn. Gongschlag für die nächste Runde!

Von Sophie "Adrian" Albers Ben Chamo

Mary Anne Creed (die großartige Phylicia Rashād) hat den schwererziehbaren Adonis "Donnie" Johnson als Kind aus einem Heim geholt und bei sich aufgenommen. Er ist der uneheliche Sohn ihres verstorbenen Mannes und ehemaligen Box-Champions Apollo Creed. Eigentlich läuft alles gut bei Donnie - doch er will boxen!

Mary Anne Creed (die großartige Phylicia Rashād) hat den schwererziehbaren Adonis "Donnie" Johnson als Kind aus einem Heim geholt und bei sich aufgenommen. Er ist der uneheliche Sohn ihres verstorbenen Mannes und ehemaligen Box-Champions Apollo Creed. Eigentlich läuft alles gut bei Donnie - doch er will boxen!

Unglaublich, aber der erste "Rocky"-Film ist tatsächlich schon 40 Jahre alt. 1976 hat Newcomer Sylvester Stallone damals (mit einem winzigen Budget von 1,1 Millionen Dollar) die Geschichte eines Outsiders verfilmt, der sich durch hartes Training und das Verdreschen von gefrorenen Schweinehälften ganz nach oben boxt. Nach sechs mehr oder weniger gelungenen Fortsetzungen geht es nun weiter. Das Budget hat sich einfach mal mehr als verdreißigfacht.

Rocky will nicht mehr selbst in den Ring steigen, oder wenn, dann nur als Trainer. So ist "Creed" eine "Rocky"-Stafette geworden, mit der Stallone das Balboa-Vermächtnis weitergibt. Und zwar an Michael B. Jordan, der Adonis "Donnie" Johnson spielt, den unehelichen Sohn von Rockys ehemaligem Kontrahenten und Freund Apollo Creed. Deshalb heißt "Rocky 7" denn auch "Creed" und ist eine gelungene, wenn auch echt old-school-erzählte Geschichte vom nächsten Aufsteiger, dessen Leben nach Anfangsschwierigkeiten allerdings nicht ganz so hart war. Aber egal. Ring frei für den Nachwuchs!


Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo