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Neu im Kino: Rocky is back - aber "The Big Short" ist besser!

Ja, Rocky ist zurück und genau das Richtige für Nostalgiker. Aber dann ist da noch der wichtigste Film des vergangenen Jahrzehnts: der atemberaubende Finanzkrisen-Thriller "The Big Short". Die Heugabeln liegen bereit!

Von Sophie Albers "Gosling" Ben Chamo

Sylvester Stallone in "Creed"

Sylvester Stallone in "Creed" - oder auch "Rocky 7" - ganz wie Sie wollen. 

The Big Short


Wen Sie kennen könnten: Brad Pitt ("Inglourious Basterds"), Christian Bale ("American Psycho"), Steve Carell ("Date Night") und natürlich Ryan Gosling ("Crazy Stupid Love")

Die Geschichte in einem Satz: Ein paar richtig harte Kerle, die in Mathe aufgepasst haben, sehen die Finanzkrise 2008 kommen und versuchen begeistert, Profit daraus zu schlagen, bis sie merken, dass sie gegen Amerika wetten.

Geschwister im Kinoversum: "Exit through the Gift Shop"

Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil es der wichtigste Film der vergangenen zehn Jahre ist, der uns auf beeindruckend charmante und atemberaubend rasante Weise erklärt, wie kriminell die Großbanken und Börsianer eigentlich vorgegangen sind, als die Finanzkrise 2008 über die USA und den Rest der Welt hereingebrochen ist. Dieser Thriller trumpft mit großartiger Besetzung und vor allem Wissen auf, das eigentlich dazu führen müsste, dass wir mit Heugabeln gegen die Gier ziehen. Einfach GRANDIOS!  

Creed


Wen Sie kennen könnten: Rocky Balboa natürlich - und dessen Darsteller Sylvester Stallone, aber auch Michael B. Jordan ("Fruitvale Station")

Die Geschichte in einem Satz: Ein schwererziehbarer Junge erfährt, dass sein Vater der Champion Apollo Creed war, fängt selbst das Boxen an und will schließlich, dass Rocky ihn trainiert.

Geschwister im Kinoversum: alle "Rocky"-Filme

Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil Sie wissen wollen, wie Rocky heute aussieht - und weil Sie die Geburt des neuen Franchise um Nachwuchs-Rocky Michael B. Jordan nicht verpassen wollen. Vor allem aber, weil dieser siebte "Rocky" ein nostalgischer, detailverliebter, liebevoller Blick zurück ist. Und der tut manchmal ganz gut. 

Suite française - Melodie der Liebe


Wen Sie kennen könnten: Michelle Williams ("Blue Valentine"), die göttliche Kristin Scott Thomas ("Der englische Patient") und Matthias Schoenaerts ("Der Geschmack von Rost und Knochen") 

Die Geschichte in einem Satz: Als die Nazis halb Frankreich besetzen, landet im Haus von Lucille und deren Schwiegermutter ein deutscher Offizier, dem die junge Frau sich auf Dauer näher fühlt, als sie sollte.  

Geschwister im Kinoversum: "Diplomatie"

Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil Sie sehen wollen, was dieses Star-Vehikel aus dem großartigen Buch der von den Nazis ermordeten Autorin Irène Némirovsky macht: eine auf Hochglanz polierte Liebesgeschichte, die man in einem weggucken kann.

Die 5. Welle

Wen Sie kennen könnten: Chloë Grace Moretz ("Kick Ass") 

Die Geschichte in einem Satz: Aliens attackieren die Erde in mehreren Zerstörungswellen, bis eine Schülerin beschließt, ihren kleinen Bruder zu retten. 

Geschwister im Kinoversum: "Ender's Game" und "Twilight"

Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil Sie der Mischung aus Alien-Apokalypse und Teenie-Schmalz etwas abgewinnen können. Ich weiß nur nicht was.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo