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SCI-FI/HORROR: Deep Star Six

Sechs Meilen unter der Meeresoberfläche befindet sich das Unterwasserlabor »Deep Star Six«. In geheimer Mission soll die Crew einen Auftrag erfüllen, doch dann passiert ein Unglück.

Sechs Meilen unter der Meeresoberfläche betreiben die Amerikaner ein hypermodernes Unterwasserlabor. Dessen Besatzung soll heimlich eine Raketenbasis auf dem Meeresgrund errichten.

Zu dumm, dass direkt unter der geplanten Abschussbasis riesige unterirdische Höhlen entdeckt werden. Die Meeresbiologin an Bord plädiert dafür, das Projekt abzubrechen. Stattdessen soll in den Höhlen ein Ökosystem erforscht werden, dass vielleicht seit Jahrmillionen von der übrigen Erdentwicklung abgeschottet war. Das ist ein Satz, den Horrorfreunde nur allzu gerne hören, da sich mit dieser Hintergrundgeschichte auch noch die größten Monster trefflich erklären lassen. Die Militärs lassen auch prompt die Höhlen sprengen und setzen ein riesiges Monster frei, das ergrimmt Jagd auf die 12-köpfige Besatzung von »Deep Star Six« macht. Schon bald hat der riesige Krebswurm nicht nur die Außenmannschaft gefressen, sondern es irgendwie geschafft, sich an Bord zu mogeln. Jetzt könnte das Wesen überall sein: Grusel total.

»Deep Star Six«, bereits 1988 abgekurbelt, hat alles, was einen guten Schocker ausmacht: Interessante Charaktere, ein »plausibel« herbeigezaubertes Monster und gelungene Effekte. Vor allem die klaustophobische Stimmung zwischen den einzelnen Personen der seit sechs Monaten unter Wasser gefangenen Mannschaft, trägt dazu bei, dass der Film funktioniert. Beim Spiel der zwölf kleinen Negerlein ist dem Zuschauer schon vorher klar, dass nicht allzu viele Beteiligte noch einmal das Sonnenlicht sehen werden.

Die Bildqualität des Streifens ist nicht eben berauschend. Auch der Ton ist mit Dolby Stereo nicht eben referenzfähig. Cineasten freuen sich dafür über eine ungeschnittene Version des Films. Die bislang in Deutschland noch nicht veröffentlichten Sequenzen wurden allerdings im englischen Original (mit deutschen Untertiteln) in den Film eingepasst. Zu den Extras gehört ein Audiokommentar von Regisseur Cunningham und vom Special Effects Coordinator James Isaac. Ein Making of, ein Featurette, die Original-Kinotrailer sowie eine Fotogalerie zum Film und zu den Dreharbeiten runden diesen Klassiker ab.

Carsten Scheibe

Ton/Bild: Dolby Digital 5.1/2,35:1 Länge: 95 Minuten

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