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SCI-FI/HORROR: Final Fantasy

»Final Fantasy« ist der erste Film mit menschlichen Figuren, der komplett am Rechner entstanden ist. Was im Kino floppte, präsentiert sich auf DVD als Fest für Science-Fiction-Freunde.

Mit dem Computer ist alles möglich. Doch lassen sich die Schauspieler mit ihren Millionengagen wirklich durch elektronische Klone ersetzen? Der japanische Regisseur Hironobu Sakaguchi hat es ausprobiert und mit »Final Fantasy« einen Film abgekurbelt, der ganz ohne menschliche Beteiligung vor der Kamera ausgekommen ist.

Im Jahre 2065 ist fast die gesamte Menschheit von den Phantomen ausgerottet worden. Der faschistoide General Hein plant Gegenmaßnahmen und möchte die Zeus-Kanone zünden. Sie kann die Phantome, mit etwas Pech aber auch die ganze Erde zerstören. Die schöne Forscherin Aki sucht eine Alternative und somit nach den sieben Spirits. Sie sollen die Phantome befrieden und den Geist der Erde wecken. Die Story klingt nicht sonderlich originell. Versatzstücke aus zahllosen Science-Fiction-Filmen kommen hier zu einem Stelldichein zusammen. Doch es geht ja nicht um die Story, sondern eher um die Effekte. Doch so sehr Aki ihre Millionen künstlich gerendeter Haare wallen lässt: Die Darsteller wirken künstlich und noch nicht ganz vollkommen.

»Final Fantasy« empfiehlt sich nicht unbedingt dem Massenpublikum, sondern in erster Linie allen Science-Fiction-Freunden, die Spaß an einem fast fotorealistischen Mangafilm haben. Die hohe Auflösung des Computerfilms, die sagenhaften Kulissen und die gelungenen Soundeffekte sorgen dafür, dass »Final Fantasy« im Heimkino zu einem echten Genuss wird und Bildschirm und Boxen vortrefflich austestet.

Die Kauf-Version kommt mit einer Bonus-DVD daher, die zahlreiche Dreingaben zu bieten hat. Ein 30-Minuten-Special beschäftigt sich etwa allein mit der Herstellung des Films. Ein 82-Minuten-Special zeigt außerdem die ersten Roughcut-Szenen des Films. Regiekommentare, Eastereggs und Charakterdateien der Figuren runden die Bonus-DVD ab.

Carsten Scheibe

Ton/Bild: Dolby Digital 5.1/1,85:1, Länge: 102 Minuten