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SCI-FI/HORROR: Wes Craven's Dracula

Scream-Regisseur Wes Craven übernimmt den Klassiker Dracula in die Moderne und macht aus ihm einen effektlastigen Tennie-Film, der die Boxen im Heimkino zum Krachen bringt.

Wir alle kennen die alte Geschichte vom Blutsauger Dracula. Der tapfere Vampirjäger Van Helsing rammte ihm den Holzpflock ins untote Herz und zerstörte den Vampir auf diese Weise für immer. Wirklich? In Wes Cravens Version sieht das ganz anders aus. Hightech-Banditen brechen in den Hochsicherheitstresor des Antiquitätenhändlers Van Helsing ein. Sie hoffen auf Schmuck und edle Möbel, finden aber nur einen metallenen Sarg vor. Drin steckt - wer hätte es gedacht - Dracula.

Wes Craven schafft es, den angestaubten Klassiker vom alten Muff zu befreien und in die Moderne zu übernehmen. Dracula (Gerald Butler) erscheint hier als verführerischer Mann in den Dreißigern, dem keine Frau wiederstehen kann. Schon bald beißt er sich durch die schönsten Frauenhälse – und verschafft sich so eine Armada anbetungswürdiger Vampirladies, denen man nur zu gerne den Hals und andere Körperteile entgegenstrecken würde.Van Helsing (Christopher Plummer) und sein junger Assistent Simon (Johnny Lee Miller) nehmen mit futuristischen Waffen den Kampf gegen die Brut der Untoten auf.

Der Dracula-Schocker ist immer dann gut, wenn moderne Elemente auf klassische treffen. Die Vampire selbst sehen zwar höchst sexy aus, wirken aber nicht unbedingt unheimlich und gruselig. Das scheinen die Produzenten beim Drehen ebenfalls bemerkt zu haben. Und so dürfte Dracula einer der wenigen DVD-Filme sein, die es akustisch wirklich krachen lassen. Der Subwoofer dröhnt, was das Zeug hält. Zusätzlich sorgen akustische Effekte immer wieder für Schrecksekunden beim Zuschauer, den es förmlich aus dem Sitz hebt, wenn schrille Musik oder laute Vampirfaucher ganz plötzlich für Stimmung sorgen.

Nach dem Film ist vor dem Film. Die DVD ist mit zahlreichen Extras ausgestattet. Hier stehen Interviews mit den Darstellern und der Crew, gelöschte Szenen und ein Dracula-Spezial bereit. Ein Blick hinter die Kulissen wird den Fans ebenso gewährt wie die Ansicht der Storyboards, auf denen der ganze Film basiert.

Carsten Scheibe

Ton/Bild: Dolby Digital 5.1/2,35:1 Länge: 95 Minuten

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