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Nach Carrie Fishers Tod Wird der letzte "Star Wars"-Film jetzt komplett umgeschrieben?

Star Wars Episode 8 Carrie Fisher
Carrie Fishers Figur Leia Organa im letzten "Star Wars"-Teil "Das Erwachen der Macht"
© Disney
Mit Carrie Fisher starb auch ihre beliebteste Rolle: Prinzessin Leia aus der "Star Wars"-Saga. Die sollte im letzten Teil der Reihe eine große Rolle spielen. Nun kommt es in Hollywood zum Krisentreffen.

Es war eine tragische Nachricht für Millionen ihrer Fans: Am 27. Dezember verstarb Carrie Fisher nach einem schweren Herzinfarkt, sie wurde nur 60 Jahre alt. Abseits der Trauer um die beliebte Schauspielerin quälten "Star Wars"-Fans aber auch schnell Sorgen um ihre Rolle in der Film-Reihe: Zwei Filme fehlen, um die neunteilige Jedi-Saga zu vollenden. Und Carrie Fishers Figur Leia Organa sollte eine entscheidende Rolle spielen.

Das berichtet das Branchenmagazin "The Hollywood Reporter" unter Berufung auf Insider. Die Dreharbeiten der für den 15. Dezember 2017 terminierten achten Episode der Serie sind zwar bereits abgeschlossen, nun könnten aber Neudrehs anstehen. Die "Star Wars"-Macher treffen sich demnach in der nächsten Woche, um zu überlegen, wie mit der Situation am besten umgegangen wird. 

Leia ist eine Schlüsselfigur

Vor allem zwei Schlüsselszenen der Saga drehen sich demnach um Prinzessin Leia: Einmal wird sie auf ihren verschwundenen Bruder Luke Skywalker treffen, dann auf ihren Sohn Kylo Ren, der seinen Vater Han Solo getötet hat. Viele Fans glauben, Leia sollte ihren Sohn retten und auf die gute Seite zurückholen - so, wie es Luke in der sechsten Episode mit seinem und Leias Vater Darth Vader gelang. Beide Szenen dürften essenziell für die Handlung sein und könnten nun auf der Kippe stehen.

Für welchen Teil die beiden Szenen jeweils eingeplant waren, ist nicht bekannt, die Insider erzählen dem "Hollywood Reporter" zufolge aber, Fishers Rolle sei in Teil neun noch größer geplant gewesen. Nun müssen sich die Macher um die Regisseure Colin Trevorrow und Rian Johnson entscheiden, wie es weitergehen soll. 

Neudrehs oder Computer-Animation?

Eine Option sind Neudrehs, wie Disney sie im Sommer auch für den aktuell im Kino laufenden "Star Wars"-Film "Rogue One" anordnete. Fishers Rolle könnte so stark verkleinert werden, in Teil neun würde sie dann gar nicht vorkommen. Die Nachteile liegen auf der Hand: Das Drehbuch müsste stark umgeschrieben werden, eventuelle Schlüsselszenen würden verschwinden. Und eine der beliebtesten Figuren würde möglicherweise ein unbefriedigendes Ende finden.

Eine Umsetzung per Special-Effects wird deshalb ebenfalls erwägt. Schon in "Rogue One" wurde mit Großmoff Tarkin eine Figur zurückgebracht, deren Darsteller aus den Siebzigern, Peter Cushing, bereits vor mehr als zwanzig Jahren starb. Allerdings war es nur eine kleine Rolle. Eine Hauptrolle halte er zwar für möglich, umgesetzt habe sie aber noch niemand, zitiert "Hollywood Reporter" Michael Fink, einen Oscar-prämierten Experten für Computereffekte. Er sieht es aber auch als ethische Frage: "Sollten wir Prinzessin Leia eine zusätzliche Rolle geben? Ich denke nicht."

Eine wichtige Komponente bei der Entscheidung dürfte auch die Trauer der Beteiligten sein. Carrie Fisher war auch bei ihren Kollegen sehr beliebt, schreibt das Blatt. Und der Schock über ihren Verlust sitzt nach wie vor tief.

mma / mma

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