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"Rogue One: A Star Wars Story": Was taugt das neue "Star Wars"-Abenteuer?

In "Star Wars - Episode IV" zerstören die Rebellen den Todesstern. Wie es dazu kam - davon erzählt "Rogue One". Der Film erweitert zwar das Universum - fügt der Saga jedoch nichts Substanzielles hinzu.

Rogue One: A Star Wars Story

Szene aus "Rogue One: A Star Wars Story": Jyn Erso (Felicity Jones) macht sich auf die Suche nach den Bauplänen für den Todesstern.

Aus der Schule wissen wir: Das Universum dehnt sich aus. Das gilt auch für das von George Lucas geschaffene Star-Wars-Universum. Die Saga um die legendären Sternenkrieger erlebte im vergangenen Jahr mit "Episode VII - Das Erwachen der Macht" eine fulminante Erweiterung. Bevor 2017 mit Episode VIII das nächste Abenteuer um Luke Skywalker in die Kinos kommt, schickt Lucasfilm einen neuen Film an den Start: "Rogue One" ist, wie es der Untertitel besagt, "A Star Wars Story". Eine Geschichte, die in dem Universum spielt, die jedoch die Haupthandlung nicht weiter vorantreibt, eher die bislang bekannte Geschichte erweitert.

Der neue Film setzt unmittelbar vor den in "Star Wars" (1977) erzählten Ereignissen ein: Damals wollten Skywalker und die anderen Rebellen den Todesstern zerstören - denn sie kannten seine Schwachstelle. Woher sie diese kannten, das erzählt "Rogue One".

Kein Humor, keine Jedis

Im Mittelpunkt steht die junge Jyn Erso (Felicity Jones), die sich zusammen mit ein paar versprengten Gestalten auf den Weg macht, die Pläne für den Todesstern zu stehlen. Den hat ihr eigener Vater (Mads Mikkelsen) konstruiert und - weil er im Herzen ein Rebell geblieben ist - eine Schwachstelle eingebaut.

Temporeich und mit vielen Kampfszenen treibt "Rogue One" die Handlung voran. Die in früheren "Star Wars"-Filmen obligatorischen Humoreinlagen fehlen hier ebenso wie epische Momente, in denen der Film in der Jedi-Saga schwelgt. Hier geht es für rund zwei Stunden wirklich nur um Action.

Neue Figuren fürs "Star Wars"-Universum

Das mag manchem Zuschauer etwas wenig sein, immerhin sind die in 3D-gedrehten Kampfszenen toll inszeniert. Zudem erweitert der Film das "Star Wars"-Universum um ein paar tolle Figuren. Neben Jyn Erso ist das der schnuckelige Cassian Andor (Diego Luna) sowie der blinde Chirrut Îmwe (Donnie Yen), ein der Kampfkunst mächtiger Mönch, der einer in jener Zeit aus der Mode gekommenen Religion angehört: Er glaubt an die Jedi-Ritter und die Kraft der Macht. Auch die Bösen bekommen mit Orson Krennic (Ben Mendelsohn) einen interessanten Charakter hinzu: Der von Ehrgeiz zerfressenene Mann ist für den Bau des Todessterns verantwortlich und trifft sogar in einer Szene auf Darth Vader.

Wirklich Neues liefert dieser Film nicht, er beleuchtet eher einen Randaspekt. Das dürfte den echten Fans vermutlich ebenso egal sein wie Freunden des Actionkinos, die hier zwei unterhaltsame Kinostunden geboten kriegen. Und am Schluss gibt es als Bonus noch das überraschende Wiedersehen mit einer Figur, die in "Episode IV" eine tragende Rolle spielt.

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