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Probleme bei "Rogue One": Star Wars: Fast die Hälfte des neuen Filmmaterials wird weggeschmissen

Kurz vor Weihnachten soll der neue "Star Wars"-Film mit dem Titel "Rogue One" in die Kinos kommen. Doch die Disney-Chefs sind unzufrieden, sie wollen Teile neu filmen lassen - und zwar deutlich mehr als gedacht.

Star Wars Rogue One

Der kommende "Star Wars"-Teil trägt den Titel "Rogue One" - und soll die Zuschauer mit frischen Schauplätzen und bisher unbekannten Charakteren überraschen.

Jedes Jahr ein neuer "Star Wars"-Teil, so hatten sich die Bosse bei Disney das überlegt, als sie George Lucas seine Cash Cow abkauften. "Rogue One" sollte der erste Film der Reihe werden, der von völlig neuen Figuren im "Star Wars"-Universum handelt. Doch jetzt steht der Start-Termin im Dezember auf der Kippe. Denn fast der halbe Film muss neu gedreht werden.

Bereits Anfang der Woche wurde bekannt, dass im Sommer ein Haufen bereits fertiger Szenen noch einmal nachgedreht werden soll. Die Konzernleitung sei nicht mit dem bisherigen Ton des Films zufrieden gewesen, hieß es. Wie groß die Probleme aber wirklich sind, kommt erst langsam zum Vorschein: Bis zu 40 Prozent des Films sollen neu geschossen werden. Das berichtet die Fan-Seite "Making Star Wars" unter Berufung auf mehrere Personen, die an den Dreharbeiten beteiligt sind. Einige der Quellen gaben wohl sogar an, dass der "Das Erwachen der Macht"-Regisseur J.J. Abrams bei den Neudrehs das Zepter schwingen soll.

Kriegsfilm statt Familienspaß

Fast die Hälfte der Szenen landet demnach also in der Tonne. Dieser drastische - und extrem teure - Schritt wird wohl deswegen nötig, weil die bisherige Fassung wegen ihres anderen Stils bei den Verantwortlichen durchgefallen ist. "Rogue One" fühle sich an wie ein Kriegsfilm und habe wenig mit dem lockeren Ton der Original-Trilogie gemein, zitiert der "Hollywood Reporter" verschiedene Insider.

Die nachgedrehten Szenen sollen die leichtere Stimmung und den augenzwinkernden Humor der Originale zurückbringen. Zudem soll ein Gastauftritt des jungen Han Solo (gespielt von Alden Ehrenreich) eingebaut werden. Die beliebte Hauptfigur der Original-Filme bekommt 2018 ihren eigenen Film. Die Handlung von "Rogue One" dreht sich um eine Gruppe von Rebellen, die die Pläne des Todessterns vom Imperium stehlen soll. Die Pläne also, die Prinzessin Leia im ersten "Star Wars"-Teil im Droiden R2D2 versteckt - und so die Geschehnisse der Ursprungs-Filme auslöst.

Kommt "Rogue One" noch dieses Jahr?

Mit den aufwändigen Neudrehs steht auch der Starttermin auf der Kippe. Weil bei Science-Fiction-Streifen wie "Star Wars" heute die zeitaufwändigste Arbeit in der Postproduktion und den digitalen Effekten stattfindet, ist es fraglich, ob das Releasedatum am 17. Dezember so überhaupt noch zu halten ist. Vermutlich wird Disney aber alles daran setzen, das gleich der erste der jährlichen Filme seinen Starttermin verschieben muss.

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