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Til Schweiger antwortet: "Ich habe keine Probleme mit Kritikern, aber ..."

Vergangene Woche hat stern.de zehn Gründe für den Erfolg von Til Schweiger geliefert. Der Regisseur und Schauspieler will die aber so nicht stehen lassen.

Von Til Schweiger

Liebe Sophie Albers, dies ist erst der zweite "Leserbrief", den ich jemals in meinem Leben verfasst habe. Den ersten habe ich damals nach einem veritablen Verriss von meinem Film "Keinohrhasen" geschrieben, leider ist er nie gedruckt worden. Nun hoffe ich doch sehr, dass es diesem Brief nicht ähnlich ergeht, denn schließlich scheinen Sie ja zu den Kritikern zu gehören, die mit meinem Erfolg etwas besser zurecht kommen, als die meisten Ihrer Kollegen. Anbei ein paar Gedanken zu den Gründen für meinen Erfolg.

"1. Er war irgendwie schon immer da"
Stimmt, genau genommen seit 1963, dem Jahr meiner Geburt. Mir gefällt an Punkt eins, dass Sie an Bernd Eichinger erinnern und daran, dass "die Kritiker" seine Filme auch nicht mochten. Nachdem ich all die hinreißenden Nachrufe gelesen habe von genau denen, die seine Filme zu seinen Lebzeiten für grottig befanden, kann ich mir schon in etwa, im kleineren Rahmen natürlich, vorstellen, was meine Kinder mal in den Nachrufen über mich lesen werden. Dass "Der Eisbär" mit 730.000 Besuchern ein Flop war, stimmt einfach nicht, bei 180 hergestellten deutschen Filmen wäre ich mit diesem Ergebnis mühelos in die Jahres-Top-Ten 2010 gerauscht.

"2. Er sieht gut aus"
Danke für die Blumen, ist aber Geschmacksache. Das Gleiche gilt im übrigen für meine Stimme. Paul Newman fand ich immer toll, stimmt, aber auch Clint Eastwood und Jeff Bridges und so viele mehr. Gespart hätte ich mir lieber "Tomb Raider", weil es ein Scheißfilm war und ich dafür sechs Monate meines Lebens vergeudet habe. "Deuce Bigelow" ist zwar auch kein Meisterwerk, ich hatte aber eine Woche Spaß in Amsterdam.

"3. Er hat Hollywood überlebt"
Nicht ich habe Probleme mit den Kritikern, sondern die Kritiker haben Probleme mit mir. Manche mit meinen Filmen, die meisten aber offensichtlich mit meiner Person, sonst wären die "Kritiken" nie so persönlich ausgefallen. Was für einen Wert hat es für mich als Leser, wenn ich erfahre, dass der Filmemacher ein Poster von Paul Newman in seinem Zimmer hängen hatte? Was sagt mir das über den Film?

"4. Hollywood ist zu ihm gekommen ..."
Seh' ich genauso, dass mit dem cool meine ich, aber das war die Rolle, in der hätte jeder cool ausgesehen ... also fast jeder.

"5. Er hat ein Riesen-Ego"
Hier, liebe Sophie Albers, haben Sie mich - hoffentlich aus Versehen - falsch zitiert. Ich habe gesagt, ich inszeniere meine Drehbücher selber, nicht (Betonung auf nicht) weil es die anderen nicht könnten, sondern weil ich ein Autorenfilmer bin! Solch ein Fehler darf einer so versierten Autorin wie Ihnen eigentlich nicht passieren, aber Schwamm drüber.

"6. Er macht sein Ding"
Danke für den Link in Ihrem Artikel. Nachdem ich mir unfreiwillig eine Rasiererwerbung reinziehen musste, um den Beitrag mit diesem dümmlichen Off-Sprecher zu sehen (warum reden die alle gleich bescheuert?) kann ich nochmals eines klarstellen, obwohl es so lange her ist: "Keinohrhasen" war der erfolreichste Film des Jahres und ich war nicht beleidigt, weil wir keine Nominierung bekommen haben, sondern ich war sauer, denn die Pressemitteilung der Akademie entsprach einfach nicht der Wahrheit.

"7. Er hat keine Angst"
"Barfuss", "Keinohrhasen", "Zweiohrküken" und "Kokowääh" sind jeweils ganz eigenständige Filme, die allerdings ein paar Gemeinsamkeiten haben. Dazu gehören der Regisseur, der Hauptdarsteller, die Komponisten und der Kameramann. Die Geschichten könnten aber nicht unterschiedlicher sein. Der Zuschauer geht in erster Linie ins Kino, weil ihn die jeweilige Geschichte interessiert. Wenn man meine Filme durchnummerieren könnte, sprich jeder Film dieselbe Geschichte erzählte, würde das Publikum zu Hause bleiben.

"8. Er weiß, was Männer wollen", "9. Er weiß, was Frauen wollen" und "10. Er weiß, was er kann"
Er weiß weder, was die einen, noch was die anderen wollen. Er weiß lediglich, was der Zuschauer nicht will: im Kino gelangweilt oder gequält werden. Nun gut, es gibt sie zwar, die Menschen, die einen Film nur gut finden können, wenn er genau das tut: quälen! Aber die sind ja in der Minderheit. Und außerdem gibt es in Deutschland jedes Jahr genug Filme dieser Art! Stimmt, meine Männerfiguren sind anfangs oft Machos, sie entwickeln sich aber im Laufe der Geschichte und lernen dazu. Anachronistisch sind sie trotzdem nicht. Auch die aufgeklärte, moderne Frau von heute will keinen Waschlappen als Mann. Im übrigen propagiere ich nicht die abhängige Frau, sondern die eigenständige, starke, die zwar mit dem Helden zusammenkommen will, aber zu ihren Konditionen! Wenn ich überhaupt etwas propagiere, ist es den Glauben an die Liebe. Und wenn es in meinen Filmen am Ende im Gegensatz zur Wirklichkeit immer gut ausgeht, dann ist dies doch was Schönes. Träumen tun wir ja alle davon, von der perfekten Liebe. Naja, außer vielleicht die Kritiker, aber vielleicht ist das ja das Problem ...?

Liebe Sophie Albers, nicht meine Filme sind perfide, sondern Ihr Artikel, der auf der einen Seite verkündet, dass ich gewonnen hätte, auf der anderen Seite aber behauptet, dass meine Filme frauenfeindlich und ordinär sind. Oder meinten Sie damit, dass ich es geschafft habe, mit ein paar Filmen alle Errungenschaften der Emanzipation zu zerstören? Wenn dem so ist, dann bin ich auf meinen Sieg nicht stolz, sondern gehe jetzt in mich und versuche mit meinen nächsten Filmen das wieder gut zu machen - ich fürchte nur, dass das dann keiner sehen will ...

Mit lieben Grüßen, Til

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?