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Filmfest 2013: Schüsse in Cannes - Christoph Waltz auf der Flucht

Ungewohnter Knalleffekt beim Filmfest in Cannes: Ein Mann sorgt durch Schüsse für Panik an einer TV-Bühne. Etliche Gäste fliehen, darunter Christoph Waltz. Echte Gefahr hat jedoch nicht bestanden.

Nach Schüssen aus einer Schreckschusspistole ist bei den Filmfestspielen in Cannes am Freitagabend eine Fernsehbühne evakuiert worden. Zahlreiche Gäste flohen von der Bühne am Prachtboulevard Croisette, darunter auch die beiden Festival-Jurymitglieder Christoph Waltz, 56, und der Franzose Daniel Auteuil, 63. Ein 42-Jähriger, der die beiden Schüsse abgefeuert habe, sei festgenommen worden, sagte ein Behördenvertreter. Verletzt wurde niemand.

Der Mann näherte sich nach Behördenangaben der TV-Bühne und gab zwei Schüsse ab. Neben der Schreckschusspistole sei er mit einem Messer bewaffnet gewesen. Verletzt wurde niemand. Bei dem Festgenommenen handele es sich um einen psychisch instabilen 42-Jährigen, sagte ein Behördensprecher. Bei seiner Festnahme habe er gerufen: "Ich tue dies im Namen meines Gottes."

Der Ruf "Granate" löst Panik aus

Die Übertragung des französischen Senders Canal plus wurde für mehrere Minuten unterbrochen. Der Mann habe vor seinen Schüssen zu einer neben ihm stehenden Frau gesagt, "wenn ich Sie wäre, würde ich hier nicht bleiben", berichtete Canal-plus-Moderator Michel Denisot, als die Sendung nach einer Unterbrechung fortgesetzt wurde. Als er von Sicherheitskräften nieder gerungen wurde, riefen Polizisten das Wort "Granate", wie ein AFP-Fotograf beobachtete. Daraufhin brach unter den Zuschauern für kurze Zeit Panik aus.

Der Fernsehsender sendet das "Grand Journal" während der Filmfestspiele regelmäßig aus Cannes. Waltz und Auteil waren Gäste der Sendung.

dho/DPA/AFP / DPA