Ausstellung "Der geteilte Himmel" Nachkriegskunst in der Neuen Nationalgalerie in Berlin

In Anlehnung an einen Roman von Christa Wolf wurde in der Neuen Nationalgalerie in Berlin eine Ausstellung unter dem Titel "Der geteilte Himmel" eröffnet. Die Exponate entstammen allesamt der sogenannten Nachkriegskunst.

Der geteilte Himmel" - unter diesem Titel stellt die Neue Nationalgalerie in Berlin die Kunst der Nachkriegszeit von 1945 bis 1968 vor. Vertreten sind internationale Leitfiguren wie Picasso, Bacon, Rauschenberg, Warhol und Moore, aber auch wichtige deutsche Künstler wie Joseph Beuys, Georg Baselitz, Willi Sitte, Fritz Cremer und Heinrich Ehmsen.

Die rund 200 gezeigten Werke stammen aus der hochkarätigen Sammlung der Nationalgalerie. Nach der erfolgreichen Ausstellung "Moderne Zeiten", die sich auf die Zeit von 1900 bis 1945 bezog, ist "Der geteilte Himmel" der zweite Teil einer Trilogie, die die Schätze des Hauses für das Publikum zugänglich machen soll.

Der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eissenhauer, kündigte vor der Ausstellungseröffnung am Donnerstagabend an, dass die schon lange geplante Renovierung der Neuen Nationalgalerie einen großen Schritt näher gerückt sei.

Ein Museum des 20. Jahrhunderts

Die Gelder für den Planungsauftrag seien jetzt freigegeben, damit könne der Architektenwettbewerb anlaufen, sagte Eissenhauer. "Unser Ziel bleibt es, ein Museum des 20. Jahrhunderts zu schaffen. Es ist bedauerlich, dass bisher der Platz nicht reicht, unsere Sammlung ständig zu zeigen."

Die neue Ausstellung in dem bekannten Mies-van-der-Rohe-Bau zeigt einerseits, wie sich während der Kalten Krieges die deutsche Kunst im Osten über das Figürliche definierte, im Westen über das Abstrakte. Zugleich werden auch internationale Bewegungen wie COBRA, ZERO, Pop und Minimal dargestellt.

Der Titel der Schau ist einem Roman von Christa Wolf entlehnt. Nationalgalerie-Direktor Udo Kittelmann sagte, die Arbeit an der eigenen Sammlung bleibe die wichtigste Aufgabe eines Museums, Sonderausstellungen könnten nur das Sahnehäubchen sein. "Auch das beste Sahnehäubchen wäre ohne die gute Torte darunter nichts."

DPA
kgi/DPA

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