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Manchester: Sexismus oder Kunst? Museum hängt Gemälde mit nackten Frauen ab

"Hylas und die Nymphen" heißt das Meisterwerk, das für hitzige Diskussionen sorgt: Ein Museum in Manchester hat ein Gemälde mit der Darstellung von nackten Frauen entfernt. Kritiker sind empört.

Das Gemälde "Hylas und die Nymphen"

Das Gemälde "Hylas und die Nymphen"

Das Gemälde des englischen Meisters John William Waterhouse zeigt den griechischen Kämpfer Hylas: Der gutaussehende Jüngling ist umgeben von sieben nackten Frauen, wird von den unbekleideten Damen angehimmelt. Was womöglich gleich passieren wird, ist im Motiv nur angedeutet. Doch der Name des lässt wenig Raum für Interpretationen: "Hylas und die Nymphen" hat der Künstler, der das Bild 1896 vollendete, die Szene genannt.

Wegen der Darstellung der Frauen darin hat die Art Gallery das Gemälde temporär aus seiner Ausstellung entfernt. Damit will das Museum eine Debatte über Sexismus in der Kunst auslösen. Wie soll mit Bildern umgegangen werden, in denen Frauen womöglich als verfügbares Sexobjekt von Männern dargestellt werden?  

Kritiker werfen dem Museum Zensur vor

Das Abhängen sei Teil einer eigenständigen Kunstperformance und teilweise von der #MeToo-Debatte inspiriert, teilte das Museum in einer Erklärung mit. "Dieses Museum präsentiert den weiblichen Körper als entweder 'passiv-dekorativ' oder 'femme fatale'. Lasst uns diese viktorianische Fantasie herausfordern!", sagte Kuratorin Clare Gannaway in einer Mitteilung.

Wo früher das hing, haben nun Besucher die Möglichkeit, Zettel mit einem Diskussionsbeitrag zu hinterlassen. Doch nicht alle sind von der Aktion des Museums begeistert. Kritiker werfen der Manchester Art Gallery vor, Zensur zu betreiben.

"Gefährlicher Präzedenzfall für die Kunst" 

Der Künstler Michael Browne spricht von einem gefährlichen Präzedenzfall für andere Kunstwerke. Unter dem Hashtag #MAGSoniaBoyce hat sich auf Twitter eine Debatte um Zensur in der Kunst und Inhalt des Bildes entbrannt. Auch auf der Webseite des Museums kann diskutiert werden. Dort überwiegen die kritischen Stimmen.

"Ich habe Angst, dass wir anfangen, nur noch das zu zeigen, was akzeptabel ist", schrieb ein Besucher. "Diese Gemälde stellen lang aus der Mode gekommene Sichtweisen dar, aber man hätte gedacht, dass das für den heutigen Betrachter ziemlich offensichtlich ist", schrieb ein anderer.

Im September soll das Gemälde wieder aufgehängt werden. Bis dahin müssen sich Besucher des Museums mit Fotos von "Hylas und den Nymphen" aus dem Internet begnügen. Denn selbst die Postkarten des Gemäldes im Museumsshop sind entfernt worden.

mai
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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo