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"DSDS"-Juror: War es eine Kurzschlusshandlung? Das sagt Thomas Stein über Küblböcks Verschwinden

Er war hautnah dabei, als Daniel Küblböcks Stern aufging. Nun hat sich "DSDS"-Juror Thomas M. Stein über den verschollenen Sänger geäußert - und Vermutungen über sein Verschwinden aufgestellt.

Daniel Küblböck und "DSDS"-Juror Thomas M. Stein

In der ersten Staffel von "DSDS" wurde Daniel Küblböck 2003 Dritter. Thomas M. Stein war Juror.

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Als die erste Staffel der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" ausgestrahlt wurde, begeisterte das damals neuartige Format eine Millionenpublikum: Allein beim Finale schalteten 12,8 Millionen Zuschauer ein.

Thomas M. Stein gehörte zusammen mit Dieter Bohlen, Shona Fraser Thomas Bug der Jury an und erlebte den Aufstieg von Daniel Küblböck aus nächster Nähe. Damals belegte Küblböck den dritten Platz - hinter Juliette Schoppmann und dem Sieger Alexander Klaws.

Stein lobt Daniel Küblböck als "wunderbaren Entertainer"

Stein erkannte schon damals das Talent des erst 17-Jährigen und zählte zu seinen Förderern. Im Gespräch mit dem Experten-Podcast "Fragen wir doch" hat sich der Musikmanager jetzt über den seit Sonntag vermissten Küblböck geäußert - und dessen Fähigkeiten als Künstler gerühmt: "Für mich ist und war Daniel ein wunderbarer Entertainer, der mit dem Publikum gespielt hat", sagte der 69-Jährige. Zudem sei Küblböck immer professionell gewesen: "Im Gegensatz zu 50 anderen DSDS-Kandidaten hat Daniel stets an sich gearbeitet."

Überraschende Einsichten gab Stein über Küblböcks Charakter zum Besten. So sei Daniel gar nicht so sensibel gewesen, wie man ihn dargestellt habe. "Er war eine außergewöhnliche Person, die man immer wieder auffangen musste. Als väterlicher Freund musste ich ihn davor schützen, nicht in jeden Scheinwerfer zu gehen."

"Daniel war niemand, der lange vorher überlegt hat"

Der Künstler habe einige Probleme gehabt, so habe er sich oft nicht wahrgenommen gefühlt, auch unter seinem Elternhaus habe er gelitten. "Das", so Thomas M. Stein, "hat sein ganzes Leben begleitet."

Der langjährige Bertelsmann-Manager macht sich auch Gedanken über die Gründe für Daniel Küblböcks Verschwinden auf der Atlantik-Kreuzfahrt, bei der er - vermutlich mit einem freiwilligen Sprung - von Bord ging. Er glaubt nicht, dass Küblböck einen Plan verfolgt habe: "Wenn er gesprungen ist, war es eine Kurzschlusshandlung", so Stein. "Daniel war niemand, der so etwas lange vorher überlegt hat."

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che