VG-Wort Pixel

US-Musikpreis Zoff nach Grammy-Nominierungen: Justin Bieber enttäuscht, The Weeknd wütend

Die Musiker Justin Bieber und The Weeknd
Die Musiker Justin Bieber (l.) und The Weeknd
© LISA O'CONNOR; Photoshot / AFP / Picture Alliance
Justin Bieber und The Weeknd ärgern sich über die aktuellen Grammy-Nominierungen. Der eine fühlt sich missverstanden, der andere wurde schlichtweg ignoriert. Ihren Emotionen lassen beide in den sozialen Netzwerken freien Lauf.

Die stets mit Spannung erwarteten Nominierungen für die nächsten Grammys haben bei zahlreichen Künstlern Freude, aber auch Enttäuschung und Wut ausgelöst. So beschwert sich Popstar Justin Bieber über die stilistische Einordnung seiner jüngsten Grammy-Nominierungen. Noch krasser fällt die Kritik des Musikers The Weeknd aus. 

Bieber wurde in vier Kategorien nominiert – darunter dreimal in der Sparte "Pop", auch mit dem Album "Changes". Aus Biebers Sicht ein Fehler: ""Changes" war und ist ein R&B-Album. Es ist seltsam, dass es nicht als solches anerkannt wird", schreibt der Sänger in einer Stellungnahme auf Instagram.

Von den Akkorden über die Melodie bis zu Gesangsstil und Drums sei seine neue Platte "unbestreitbar und unverkennbar" ein R&B-Album. Sein Statement ergänzte Bieber mit den Worten: "Bitte versteht dies nicht als Undankbarkeit, es sind lediglich meine Gedanken. Nehmt sie an oder nicht." 

The Weeknd nennt die Grammys "korrupt"

Der Kanadier Abel Makkonen Tesfaye alias The Weeknd, einer der zurzeit in den Charts erfolgreichsten Musiker Nordamerikas, ist bei den Nominierungen gänzlich leer ausgegangen. "Die Grammys bleiben korrupt. Ihr schuldet mir, meinen Fans und der Industrie Transparenz", scheibt er auf Twitter. Zuletzt erreichte sein Album "After Hours" die Spitze der US-Charts. Der 30-Jährige gewann auch schon mehrere Grammys – das letzte Mal 2018.

Vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass The Weeknd beim Super Bowl 2021 in der Halbzeitshow auftreten soll. Dies könne ihn nun eine Nominierung gekostet haben, spekuliert das Promi-Portal "TMZ". Demnach hätten die Grammys The Weeknd exklusiv für ihre Award-Show buchen wollen.

Kritische Worte findet auch Rapperin Nicki Minaj. Sie gehört dieses Jahr zwar nicht zum Kreis der Nominierten, dafür durfte sie 2012 auf einen Grammy hoffen. Die 37-Jährige war damals in der Kategorie "Bester neuer Künstler" nominiert - und ging leer aus. Minaj behauptet, der Grund, dass sie ignoriert wurde, sei ihre Hautfarbe gewesen. "Sie gaben (den Award) dem weißen Mann Bon Iver", twitterte Minaj jetzt. Und das, obwohl sie sieben Songs zeitgleich in den Charts gehabt habe und erfolgreicher gewesen sei als jede weibliche Rapperin des vergangenen Jahrzehnts.

Die Grammys zählen zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt, sie werden in rund 80 Kategorien vergeben. Etwa 13.000 Mitglieder der veranstaltenden Recording Academy entscheiden über die Preisträger. US-Sängerin Beyoncé geht mit den größten Siegchancen in die Verleihung. Die 39-Jährige sammelte neun Nominierungen in acht Kategorien ein. Die für den 31. Januar 2021 geplante Grammy-Gala soll vom Comedian Trevor Noah ("Daily Show") moderiert werden.

jum/DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker