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Lana del Rey: Soundtrack zum Sterben

In Europa wird sie gefeiert, in ihrem Heimatland sind die Meinungen geteilt: Lana del Rey. Nachdem ihre Debütsingle "Video Games" von vielen Kritikern zum Song des Jahres 2011 erkoren wurde, ist jetzt auch das dazugehörige Album zu erhalten. Und del Rey rührt kräftig die Werbetrommel.

Der britischen Zeitung "The Sun" sagte Lana del Rey, dass sie immer öfter in Kalifornien oder London auf der Straße erkannt wird. "Das ist normalerweise ein freundlicher Austausch", so die 25-Jährige. "Jemand sagt dann einfach: 'Bist du es?' Und ich sage dann normalerweise: 'Ja'. Dann unterhalten wir uns und sind Freunde." Mit manchen ihrer Fans hätte sie sich sogar schon in New York zum Essen verabredet. Mit anderen hält sie per Webcam Kontakt, weil diese schon seit jahren die Karriere der Sängerin unterstützen würden. "Es ist wirklich lustig. Mit zwei Mädchen in Deutschland rede ich schon seit Jahren."

Von dem Musikmediendienst "Absolute Radio" wurde del Rey gefragt zu welcher Musik sie gerne das Zeitliche segnen wolle. "Ich würde vermutlich zur [Musik von] Jeff Buckley sterben wollen." Buckley war vor allem als Live-Musiker bekannt und veröffentlichte nur ein Studioalbum, "Grace", bevor er im Jahr 1997 starb. "Ich habe ein paar Aufnahmen, die mir besonders am Herzen liegen", so del Rey im Interview. "Ich mag Nirvana sehr, ich mag Bob Dylan sehr und ich mag Frank Sinatra - seine Stimme."

Neben der Vorstellung davon, wie sie die Welt irgendwann angemessen hinter sich lassen will, sprach del Rey außerdem über die Idee hinter ihrem Künstlernamen. "Ich bin mit meiner Schwester oft nach Miami gefahren, wir verbrachten Zeit mit unseren Freunden aus Kuba und ich wollte etwas, das irgendwie nach verblasstem Strand-Glamour klingt und sich schön anhört, aber vom Klang her mochte ich einfach die Art, wie es von der Zungenspitze rollt." Geboren ist sie unter dem Namen Elizabeth Grant.

ono/Bang