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Moderne Klassik: Komponist Hans Werner Henze ist tot

Mit zwölf begann Henze zu komponieren, später wurde er im Dunstkreis von Rudi Dutschke zum Klassenkämpfer. Jetzt ist der meistgespielte zeitgenössische Komponist im Alter von 86 Jahren gestorben.

Einer der kreativsten und bedeutendsten Köpfe der Musikwelt ist tot. Hans Werner Henze, der am Samstag in Dresden 86-jährig starb, wollte Zeit seines Lebens nicht nur die Musik erneuern und verändern, sondern auch seine gesellschaftliche Umwelt. Denn Notenschreiben allein genügte ihm nicht. Im Sog der 68er und seines Freundes Rudi Dutschke agierte er auf der Weltbühne jahrzehntelang als antibürgerlicher Klassenkämpfer. Erst die realen Verhältnisse und das Alter ließen wohl so manches in einem weniger radikalen Licht erscheinen und ihn dorthin zurückkehren, wo alles angefangen hatte: zur Musik.

Henze hat viel geschaffen in seinem langen Künstlerleben - mehr als 130 musikalische Werke zählen die Experten, darunter Opern, Symphonien, Konzerte, Lieder und Filmmusik. Die Arbeit fiel dem durch schwere Krankheit geschwächten in den vergangenen Jahren schwer, doch aufgeben wollte er nicht. "Ich kann nur ein paar Minuten, vielleicht Stunden schreiben", sagte er in einem seiner letzten Interviews.

Unbeugsamer Verfechter des Sozialismus

Sein Leben blieb nicht ohne Brüche. Entflohen aus der Enge eines Dorfschullehrerhauses bei Gütersloh in Westfalen, wo er am 1. Juli 1926 geboren wurde, und gebranntes Kind der Nazi- und Kriegszeit, schuf er sich mit den Erträgen seine kompositorischen Werke einen Landsitz nahe Rom. Dass er in jungen Jahren der wohl politischste Kopf unter den deutschen Komponisten der Gegenwart geworden ist, hat ohne Zweifel etwas mit seiner Kindheit und dem Wandel seines Vaters vom engagierten Sozialdemokraten zum fanatischen Nazi zu tun.

Dessen prinzipielle Radikalität praktizierte er auch auf seinem eigenen Lebensweg, was ihm als unbeugsamem Verfechter des Sozialismus viele Schmähungen in seinem Heimatland eintrug. Sie reichten vom stillschweigenden Boykott seiner Werke, der ihm lange Zeit die Halbierung seiner Tantiemen bescherte, bis hin zum schrillen Eklat: 1968 weigerte sich der RIAS-Chor in Hamburg, unter einer roten Fahne das dem Revolutionär Che Guevara gewidmete Oratorium "Das Floß der Medusa" zu singen. Die geplante Uraufführung endete ohne einen Ton mit einem Polizeieinsatz.

Der große Durchbruch 1965

Mehr als 50 Jahre lebte Henze in Italien vor den Toren Roms - dort, wo im Sommer auch die Päpste Ruhe suchen. "83 Olivenbäume muss ich verwalten und behüten", sagte er einmal. Das heiter-musische Italien hatte es ihm angetan. "Von Anfang an hatte ich Sehnsucht nach dem vollen, wilden Wohlklang", so sein musikalisches Credo.

Der große Durchbruch kam 1965 mit der Oper "Der junge Lord". Ein Jahr später wurden "Die Bassariden" in Salzburg bejubelt. Zuvor hatten schon "Boulevard Solitude" (1952) und "Der Prinz von Homburg" (1960) Henzes Ruf als Opernkomponist gefestigt. Sein Stil orientierte sich an Strawinsky, Hindemith und Schönberg - aber auch Elemente des Jazz, der Unterhaltungs- und der Barockmusik nutzte er.

In den Dienst der Gesellschaft stellen

"Genie der Wandlungsfähigkeit" und "Talentreichster seiner Generation" lauteten die Titel, die ihm Kritiker gaben. Andere stuften ihn als "Postmodernen" ein. Immer wieder tat er sich mit Autoren zusammen, 1973 mit Hans Magnus Enzensberger für das Werk "La Cubana", in dem er seine desillusionierten Vorstellungen vom Kommunismus auf Kuba reflektierte.

Seine Kunst wolle er in den Dienst der Gesellschaft stellen, der Veränderung, der Revolution, meinte er einst. Es war der Geist der Studentenbewegung, die ihn damals erfasste. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks hat Henze sukzessive seinen Frieden mit der von ihm bekämpften kapitalistischen, westlichen Gesellschaft gemacht. Jedenfalls so weit, dass er 1991 aus der Hand des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker das Bundesverdienstkreuz und 2000 in Tokio von einem Mitglied der Kaiserfamilie den japanischen Kunstpreis Praemium Imperiale entgegen nahm.

"Beitrag zur Gattung der Symphonie abgeschlossen"

Henze, um den der Musikbetrieb lange einen Bogen machte, feierte große Erfolge, etwa 1990 das Musikdrama "Das verratene Meer" und 1993 in Boston die Uraufführung seiner 8. Symphonie. An internationaler Anerkennung fehlte es Henze längst nicht mehr. Später folgten noch zwei weitere Symphonien. "Damit ist mein Beitrag zur Gattung der Symphonie abgeschlossen." Zum 80. Geburtstag gab es ein Konzert in Rom. Die Neufassung von "Das verratene Meer" - jetzt "Gogo no Eiko" (Der Seemann, der die See verriet) - feierte 2006 bei den Salzburger Festspielen und in der Berliner Philharmonie Premiere. In den folgenden Jahren hieß es bei vielen neuen Werken Henzes, es sei vermutlich letzte Stück aus seiner Feder. Henze sah es gelassen; so etwas stachele ihn an, meinte er.

ins/DPA / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?