MTV Video Music Awards Madonna ging leer aus


Jack Black fing Feuer und Shakira schwang die Hüften. Die Verleihung der MTV-Videomusikpreise in New York war auch dieses Jahr wieder ein fantastisch exzentrisches Promi-Spektakel. Einen eindeutigen Gewinner gab es jedoch nicht.

Das Punk-Quartett Panic! at the Disco hat in der Nacht zum Freitag bei der Verleihung der MTV-Videomusikpreise in New York für "I Write Sins Not Tragedies" den Ehrentitel "Video des Jahres" gewonnen. Die Newcomer waren mit fünf Nominierungen ins Rennen gegangen. Die Ehre in der Kategorie "Best New Artist" mussten die Punker jedoch an die schwer tätowierten Metal-Rocker von Avenged Sevenfold ("Bat Country") abgeben. James Blunt gewann "Best Male Video" für seine Ballade "You're Beautiful". Der Zuschauerpreis ging an Fall Out Boy für den Clip "Dance, Dance". Einen eindeutigen Gewinner, wie im vergangenen Jahr, als Green Day sieben Trophäen mit nach Hause nahmen, gab es dieses Jahr nicht.

Shakira, die sieben Mal nominiert gewesen war, verlor in allen wichtigen Kategorien. "Best Female Video" ging an Kelly Clarkson ("Because of You"), bestes Popvideo gewann Pink ("Stupid Girls") und die silberne Moonman-Trophäe für bestes Tanzvideo ging an die Außenseiter Pussycat Dolls Feat. Snoop Dogg ("Buttons"). Die unglaubliche Beweglichkeit ihrer Hüften bewies die Kolumbianerin Shakira jedoch einmal mehr mit ihrer sexy Live-Performance im Stil arabischer Nächte zu ihrem Song "Hips Don't Lie".

Preis für besten Klingelton des Jahres

Die Show stahl ihr allerdings Beyoncé Knowles in schwarzen Lacklederstiefeln, Bustier und überlangem Mantel mit einer energiegeladenen, perfekt choreografierten Performance. Sie nahm zusammen mit dem Rapper Slim Thug die Trophäe für das beste R&B-Video "Check On It" mit nach Hause. Christina Aguilera trat dagegen vergleichsweise eher bescheiden im knallroten Abendkleid und blondierten Haaren auf und sang "Hurt" aus ihrem neuen Album "Back to Basics". Alt-Star Madonna, die für das Musikvideo "Hung Up" fünf Mal nominiert war, ging leer aus. Die kalifornische Band AFI gewann bestes Rockvideo für "Miss Murder". Chamillionaire freute sich über die Auszeichnung bestes Rapvideo für "Ridin", mit dem er sich unter anderem gegen 50 Cent ("Window Shopper") durchsetzte.

Die besten Special Effects lieferte Missy Elliot in "We Run This". Und auch das gab es: Bester Klingelton des Jahres war Fort Minor mit "Where'd You Go". Durch die Show in der Radio City Music Hall führte Hollywood-Schauspieler Jack Black, der in einem silbernen Kostüm des "Moonman" auf die Bühne purzelte - und Feuer fing. Nach zwei Jahren in Miami wurden die Preise dieses Jahr wieder in New York verliehen.

DPA/AP AP DPA

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