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Musik: Ukrainische Grand-Prix-Siegerin holte sich Erfolgs-Gewissheit in deutschen Supermärkten

Ukrainische Grand-Prix-Siegerin holte sich Erfolgs-Gewissheit in deutschen Supermärkten

Die ukrainische Sängerin Ruslana Lyzhichko, die den diesjährigen "Eurovision Song Contest" in Istanbul gewann, war sich erst nach Auftritten in Deutschland sicher, auch auf internationalem Parkett mit ihrer temperamentvollen, von der Folklore ihrer karpatischen Heimat beeinflussten Show bestehen zu können. Dies bekannte die Künstlerin in einem Interview in der neuen, wegen des Fronleichnam-Feiertages schon am Mittwoch erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern<.

Vor allem "in großen Supermärkten" sei sie in Deutschland aufgetreten, "in Jena zum Beispiel". Dort hätte es "so eine Art Bühne vor den Kassen" gegeben, und die Leute, die mit ihren Einkaufstüten vorbeikamen, hätten "zu ukrainischer Musik gefeiert". Ruslana: "Die waren begeistert. Das war der erste Augenblick, wo ich dran glaubte, dass es in Europa klappen könnte."

Die Wildheit ihrer Auftritte schreibt Ruslana ihrer Herkunft zu. Sie stamme von Huzulen ab, "ein wildes Bergvolk aus den Karpaten". Sie selbst hätte lange Zeit in den Bergen gelebt, wo "raue Sitten" herrschten. "Ich lebe extrem, und vielleicht bin ich deshalb auch so verrückt." Ihre Tänze seien wie Überlebenskämpfe, "und wer nicht aufpasst, dreht durch".

Der ukrainische Staatspräsident Kutschma hat Ruslana nach ihrem Triumph in Istanbul zur "Sängerin des Volkes" ernannt, "die größte Auszeichnung, die es bei uns für einen Künstler gibt". Beim 50. Song Contest 2005 in Kiew wird Ruslana im Organisationskomitee sitzen. Lieber als ein Duett mit ihm zu singen würde die Urkainerin mit dem Deutschen Stefan Raab dann Wodka trinken. "Das dürfte hart für ihn werden."

Nachrichtenredaktion