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PAUL MCCARTNEY BLÜHT AUF: Verliebt, verlobt, vertont

Eine neue Liebe inspiriert. Paul McCartney bringt ein neues Album heraus und spricht im Interview über Schmetterling im Bauch, Mandela und die Beatles.

Mit 59 Jahren kommt Sir Paul McCartney noch mal ganz groß raus. Der Ex-Beatle heimst neue Erfolge ein, ist frisch verlobt und verliebt über beide Ohren: »Das hat meiner Kreativität einen regelrechten Schub gegeben, besonders für die neue CD. Es gab mir wieder etwas, für das ich leben konnte«, erklärte McCartney im Interview mit Reader?s Digest. Die Ausgabe des Magazins mit dem Interview ist ab dem 29. Oktober erhältlich.

Eine neue Liebe für Paul

Dreieinhalb Jahre nach dem Tod seiner Frau Linda, mit der Paul McCartney 30 Jahre verheiratet war, hat der vielseitige Künstler eine neue Liebe gefunden: die 33-jährige Heather Mill. Seiner Verlobten verdankt er zwei Lieder auf der neuen CD Driving Rain, die im November erscheint: »Zum Liederschreiben ist es schön, wenn man verliebt ist. Es fließt dann auch in die Musik mit ein.«

»Waren die Beatles dabei?«

Mit der Musik der Beatles hatte seine Verlobte Heather Mill bisher nicht viel am Hut. »Heather musste einen Bruder und eine Schwester großziehen. Dadurch musste sie auf vieles verzichten, ein großer Teil ihrer Kindheit fehlt ihr einfach. Sie kennt deshalb auch nicht viele Lieder von den Beatles«, so Paul McCartney im Interview mit Reader?s Digest: »Heute zum Beispiel hörten wir im Taxi zufällig Back in the USSR. Sie sagte: ?Das ist doch von dir. Waren die Beatles dabei??«.

Seine scheinbar unerschöpfliche Inspiration kann sich Paul McCartney selbst nicht genau erklären: »Immer wenn ich einen Song schreibe, passiert so eine Art kleines Wunder.... Ich setze mich einfach ans Klaiver und sage: ?Mensch, das kenn? ich ja noch gar nicht?. Und schon ist der neue Song geboren. Was die Kreativität betrifft, so habe ich eben den Glauben. Nicht den, der zu irgendeiner Religion gehört; es beunruhigt mich, dass Religionen Kriege verursachen können. Es ist einfach eine große spirituelle Überzeugung, dass es etwas ganz Großes gibt, etwas ganz Wunderbares.«

»Wir beide waren verflixt gut«

Wenn Paul McCartney an John Lennon denkt, »tue ich das mit viel Liebe und Zuneigung«. Im heutigen Büro von Paul McCartney in London, wo Reader?s Digest das Interview mit dem Pop-Star führte, haben sich Paul und John regelmäßig getroffen, um neue Lieder zu schreiben: »Das Erstaunliche ist, dass wir am Ende unserer Treffen - und die dauerten etwa drei Stunden - nie ohne einen fertigen Song dastanden. Wir sind etwa an 200 Tagen zusammengekommen. Und die Luft war nie raus.« Der Grund? »Ich glaube, hauptsächlich lag es daran, dass wir beide doch verflixt gut waren. Entschuldigung, aber manchmal ist Bescheidenheit fehl am Platz. Wir hatten einfach was. Ich glaube, es war einfach so, dass sich unsere Begeisterung zu echtem Können entwickelt hat.«

McCartneys Wunschband

Eine klare Vorstellung hat Paul McCartney davon, welche Musiker der Gegenwart und der Vergangenheit er zu seiner Wunsch-Band zusammenstellen würde. »Zuerst wären das die Beatles. Wir waren nämlich wirklich eine coole kleine Band. Dann Linda. Jimi Hendrix. Keith Moon. Eric Clapton. Aber das wird ja schon zu groß für eine Band«.

Durch die Liebe zu Heather Mill setzt Paul McCartney nicht nur zu einem neuen künstlerischen Höhenflug an, sondern beteiligt sich auch am Kampf gegen Landminen. »Heather engagiert sich besonders für die Opfer, die meistens - wie sie selbst - amputiert sind«. Heather Mill hat einen Unterschenkel verloren, nachdem sie von einem Motorrad angefahren worden war und kämpft seitdem für die Rechte amputierter Menschen. Von der US-amerikanischen Regierung fordern Heather Mill und Paul McCartney, den Vertrag zum Verbot von Landminen zu unterzeichnen: »Amerika muss den Anfang machen. Davon wollen wir Powell Äden amtierenden US- AußenministerÜ überzeugen. Der Fairness halber muss man jedoch sagen, dass die amerikanische Regierung viel Geld für Minenräumaktionen ausgibt«.

Der Beatle wünscht sich ein Treffen mit Mandela

Es kommt daher nicht von ungefähr, dass Paul McCartney gerne einmal Nelson Mandela treffen würde. »Nelson Mandela bin ich noch nie persönlich begegnet, und ich bewundere ihn sehr«.