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Till Brönner: Der Light-Wolf des Jazz

Neues von Deutschlands erfolgreichstem Jazzer: Trompeter Till Brönner hat ein entspanntes Bossa-nova-Album gemacht. Jazz-Puristen werden sich wie üblich mit Grausen abwenden, Normalhörer hingegen den Wellnessfaktor schätzen.

Von Tobias Schmitz

Es ist aber auch wirklich ein ständiges Ärgernis mit dem Mann. Der Kerl macht ja, was er will! Und nie das, was er soll. Er könnte verdammt noch mal endlich damit anfangen, den Jazz weiterzuentwickeln! Und mal was ganz Neues machen: vielleicht Jazz mit Rap und Zwölftonmusik kombinieren, unter Hinzufügung eines absichtlich verstimmten Streichquartetts, wobei die Streicher die Noten rückwärts spielen, im, sagen wir, Siebenachteltakt.

Aber Till Brönner spielt einfach Trompete. Und klingt dabei stets so leicht, so einschmeichelnd schön, dass er den Hohepriestern der reinen, deutschen Jazz- lehre noch immer suspekt ist: Darf man in ein und demselben Leben zusammen mit Dave Brubeck und Rosenstolz spielen? Und darf man Brönners Musik, die schön, rein, aber eher ohne Ecken und Kanten daherkommt, eigentlich noch Jazz nennen?

Auf seinem neuen Album "Rio" feiert Brönner mit Gastsängern wie Sérgio Mendes, Annie Lennox oder Aimee Mann brasilianische Volksmusik. Der Bossa nova wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und Brönner erinnert auf "Rio" an dessen ewige Jugend. "Es berührt mich, wie nah sich im Bossa nova Schmerz und Freude kommen", sagt Brönner, "dieser schmale Grat liegt mir sehr." Die fragile Mischung aus Sorglosigkeit, Leichtigkeit, Melancholie und Trauer, die diese Musik ausmacht, ist eben auch Teil seiner Persönlichkeit.

Wer Brönner bisher nicht mochte, wer seine Musik als rückwärtsgewandtes, dezent dahingetupftes Begleitgeplänkel für Cocktailpartys verunglimpfte, wird sich auch durch "Rio" nicht bekehren lassen. Über die immer gleichen Vorwürfe, Brönner feiere stets die Vergangenheit, mache eher Pop als Jazz, fische vornehmlich in seichten Gewässern und wisse nicht, wo er stilistisch hinwolle, kann der 37-Jährige inzwischen eher schmunzeln. Und muss sich dann doch verteidigen: "Ich möchte einfach das Recht haben, mich immer weiter auszuprobieren. Ich mache seit über 20 Jahren professionell Musik. Wer da nicht hört, dass ich mich weiterentwickele, der muss nicht mehr zuhören."

Seine zahlreichen Versuche der Selbsterkundung haben Brönner mit Alben wie "Love", "That Summer" oder "Oceana" zu Deutschlands kommerziell erfolgreichstem Jazzmusiker gemacht. Und auch als Produzent ist Brönner gefragt. Seine Zusammenarbeit mit Starbariton Thomas Quasthoff etwa mündete in dessen wunderbarer CD "The Jazz Album - Watch What Happens". In Quasthoff fand Brönner einen Kollegen, der wie er an leicht verständlicher Musik nichts grundsätzlich Schlechtes finden kann und der Jazz nicht für eine Art Geheimwissenschaft hält, die von Eingeweihten für Eingeweihte im Halbdunkeln zelebriert, von öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern mitgeschnitten und irgendwann samstags nachts gegen zwei Uhr gesendet wird.

"Ich habe überhaupt nichts gegen jenen eher schwer zugänglichen Jazz", sagt Till Brönner, "nur glaube ich, dass Jazz viel mehr ist als Avantgarde. Auch Frank Sinatra hat Jazz gemacht!" Das Gefühl für dieses Genre, in dem es durchaus auch gefühlvoll zugehen dürfe, gehe in Deutschland immer mehr verloren. "Jazz spielt im gesellschaftlichen Leben keine Rolle mehr", sagt er. Und will genau das ändern. Indem er einfach Trompete spielt.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
  • Tobias Schmitz