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Polizeiruf 110: Tod einer Toten Lohnt sich das Einschalten?

Lemp (Felix Vörtler) erscheint geschockt am Tatort und erfährt von Brasch (Claudia Michelsen) vom Mord.
Lemp (Felix Vörtler) erscheint geschockt am Tatort und erfährt von Brasch (Claudia Michelsen) vom Mord.
© MDR/filmpool fiction/Stefan Erhard
Eine junge Frau wird erschossen im Wald gefunden. Brasch macht sich im "Polizeiruf 110: Tod einer Toten" auf die Suche nach dem Täter.

Nach den beiden "Tatort"-Folgen startet nun auch "Polizeiruf 110" in die neue Krimi-Saison. Los geht es mit dem Fall "Tod einer Toten" aus Magdeburg mit Kommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen, 51) und Kriminalrat Uwe Lemp (Felix Vörtler, (59) in den Hauptrollen. Eines vorneweg: Ein starker Auftakt, der Lust auf mehr macht.

Darum geht's

Am Waldrand außerhalb von Magdeburg wird eine junge Frau tot aufgefunden. Der Schuss in den Hinterkopf deutet auf eine Hinrichtung. In einem Auto in der Nähe des Fundorts findet Kommissarin Brasch ein kleines Mädchen. Es spricht kein Wort. Brasch vermutet, dass es die Tochter des Opfers ist. Der Vater der Toten wird als Angehöriger ausfindig gemacht. Werner Mannfeld ist irritiert über die Nachricht.

Seine Tochter wurde bereits vor Jahren nach einem Autounfall für tot erklärt, zusammen mit ihrem Freund Alex Zapf. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter war zerrüttet, denn Jessica war drogenabhängig. Werner Mannfeld wusste nicht mal von seiner Enkeltochter. Brasch steht vor einem Rätsel: Warum hat Jessica damals ihren Tod vorgetäuscht? Musste sie untertauchen, weil sie schon damals in Gefahr war? Wo ist Alex Zapf, der Vater des Kindes?

Lohnt sich das Einschalten

Absolut! Dieser Krimi ist düster, bedrückend, leise und langsam. Und das ist auch gut so! Wieder einmal beweist die "Polizeiruf 110"-Reihe, dass sie sich nicht hinter dem "Tatort" verstecken muss, im Gegenteil: "Tod der Toten" erzählt mit viel Liebe zum Detail eine Drogensumpf-Geschichte und kommt dabei komplett ohne Klischees und aufgesetztem Aktualitätsbezug aus. Eine interessante Geschichte und ein gutes Drehbuch reicht eben für einen guten Film schon aus. Man muss nicht immer das Rad neu erfinden.

Darüber hinaus überzeugen hier vor allem die starken Schauspieler, allen voran die Hauptdarsteller Claudia Michelsen und Felix Vörtler auf voller Linie. Letzterem wird in diesem Fall sogar mehr Platz eingeräumt als der eigentlichen Kommissarin. Auch dessen "Verwicklung" in den Fall wirkt jedoch überhaupt nicht konstruiert, sondern kommt jederzeit plausibel daher. So geht Krimi!

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