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"Promi Big Brother" 2020 Reporter-Legende Werner Hansch beichtet Spielsucht

Tag zwei Werner Hansch kann die Tränen nicht länger zurückhalten
Tag zwei Werner Hansch kann die Tränen nicht länger zurückhalten
© SAT.1
Fußball-Fans kennen Werner Hansch als Kommentator zahlreicher Partien. Mit 81 Jahren wagt er sich nun in den "Promi Big Brother"-Container – und offenbart dort ein tragisches Schicksal.

Die neue Staffel von "Promi Big Brother" ist erst wenige Stunden alt und bietet bereits jetzt mehr Gesprächsstoff als manch eine komplette Ausgabe zuvor. Nachdem an Tag eins vor allem der Dirtytalk von Emmy Russ Mitstreiter wie Zuschauer perplex zurückließ, stand in der zweiten Folge die Beichte von Sportreporter Werner Hansch im Mittelpunkt.

Mit seinen 81 Jahren ist er der älteste Teilnehmer, den es bei "Promi Big Brother" je gab. Warum er sich das in seinem Alter antue, wollte Schlagersänger Ikke Hüftgold von Hansch wisse. Dessen Antwort: Er braucht Geld. "Ich habe weit über eine halbe Million verzockt", gestand die Kommentatoren-Legende.

Im Sprechzimmer des großen Bruders berichtete ein völlig aufgelöster Hansch, wie ihn die Spielsucht nicht nur viel Geld, sondern auch seine große Liebe gekostet hat. "Das Allerschlimmste was dabei herausgekommen ist, ich habe meine Lebensgefährtin dabei verloren. Sie hat wie eine Löwin um mich gekämpft. Nur ich habe es nicht begriffen. Ich Hornochse." Er habe gedacht, die Welt sei zu Ende, sagte Hansch unter Tränen.

Werner Hansch spricht offen über seine Spielsucht

Seine Abhängigkeit verglich er mit der eines Alkoholikers: "Ein gesunder Mensch kann sich nicht vorstellen, welche Kraft eine Sucht auf einen Menschen ausüben kann. Das ist so, wie wenn ein Alkoholiker die Tapeten von der Wand kratzt, wenn er keinen Tropfen bekommt am Morgen."

Zudem offenbarte Hansch, dass er von CDU-Politiker Wolfgang Bosbach angezeigt wurde, weil er sich von ihm Geld geliehen hatte und es nicht rechtzeitig zurückzahlen konnte. "Das war sein gutes Recht", sagte Hansch. Dass die Sache jedoch an die Öffentlichkeit gelangte, habe ihn tief getroffen und seinen Ruf zerstört. Trotzdem sei er Bosbach in gewisser Weise dankbar, denn "das war genau der Klick", den er gebraucht habe, sagte Hansch. Er befinde sich seit Längerem in einer Therapiegruppe für Spielsüchtige. "Da wo ich war, will ich nie wieder hinkommen. Aber es geht nach oben", so Hanschs Fazit.

jum SpotOnNews

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