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Schnelldurchlauf: Klassiker der Weltliteratur im Comic-Format

Der Wiener Comic-Kleinverlag edition brunft hat 50 österreichische Zeichner, Illustratoren und Cartoonisten gebeten, je eines der Hauptwerke der Literaturgeschichte auf je einer Seite umzusetzen.

Eine Seite pro Werk - mehr Platz brauchen Comiczeichner nicht, um die Klassiker der Weltliteratur mit spitzer Feder und frechem Strich darzustellen. Der Wiener Comic-Kleinverlag edition brunft hat 50 österreichische Zeichner, Illustratoren und Cartoonisten gebeten, je eines der Hauptwerke der internationalen Literaturgeschichte auf je einer Seite umzusetzen. Stilistisch waren keine Vorgaben gemacht worden. So präsentiert sich der Band mit dem Titel "50 - Literatur gezeichnet" nun mit Illustrationen höchst unterschiedlicher Stilrichtungen, vom Fotorealismus bis zum spontanen Federstrich.

Zeichner wie Gerhard Haderer und Rudi Klein nahmen auf ihre Weise Klassiker von Umberto Ecos "Der Name der Rose", Thomas Manns "Der Zauberberg" und Hermann Hesses "Der Steppenwolf" bis zu "Das andere Geschlecht" von Simone de Beauvoir und "Die Klavierspielerin" von Elfriede Jelinek unter die Lupe. Die Illustrationen sind mit launigen Texten angereichert und um passende Musikempfehlungen ergänzt. So setzt sich Rudi Klein mit den Gedanken einer Eintagsfliege auseinander, die Interesse für Jame Joyces’ "Ulysses" entwickelt, zu Grimms Märchen wird Musik von Rammstein empfohlen und Robert Maresch löst endlich ein Rätsel der Weltliteratur: K., die Hauptfigur von Kafkas Roman "Der Prozess", kann für den Künstler nur "Ein arbeitsloser Comiczeichner" gewesen sein.

"50 - Literatur gezeichnet", Edition Comic Forum, 112 Seiten, Euro 19,80, ISBN 3-900 390-87-8

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