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Serien-Tipps: Guckbefehl: "Breaking Bad"

Welche TV-Serie schaue ich als nächstes? Wir geben eine Antwort auf die Frage: "Breaking Bad", eine spannende Serie über einen Chemielehrer, der zum Drogenbaron wird. Absolut sehenswert!

Von Christoph Fröhlich

Worum geht's?
Die Frau ist ungeplant schwanger, der Sohn auf Krücken angewiesen, und dann kommt auch noch eine niederschmetternde Krebsdiagnose: Das Leben meint es nicht gut mit dem 50-jährigen Chemielehrer Walter White. Damit die Familie nach seinem Tod finanziell ausreichend versorgt ist, beschließt Walter, gemeinsam mit einem ehemaligen Schüler die Chemiedroge Crystal Meth zu kochen und zu verkaufen. Doch schnell findet der High-School-Lehrer Gefallen an dem illegalen Geschäft - und wird zum gefürchteten Drogenbaron.

Und auf der Meta-Ebene?

"Breaking Bad" zeigt das Ende des amerikanischen Traums. Weil sein Mickergehalt nicht ausreicht, um die Krebsbehandlung zu finanzieren, bleibt Walter nichts anderes übrig, als kriminell zu werden. Er bricht aus der tristen Vorstadtidylle aus und zahlt einen hohen Preis: Um zu überleben, muss er seine Familie belügen und Gesetze brechen. Nur mal schnell ein paar Drogen produzieren, verkaufen und sich dann entspannt zurückzulehnen, das funktioniert nicht. Ganz oder gar nicht - das ist die Devise von "Breaking Bad".

Warum muss ich das gucken?

Der Wandel des Walter White vom spießigen Vorstadt-Lehrer zum wahnwitzigen Drogen-Genie ist eine der faszinierendsten Geschichten der letzten Jahre. Stets gehe es ihm nur darum, das Beste für seine Familie zu tun, erklärt Walter. Er ist eine sympathische Figur, doch je mehr Grenzen er überschreitet, desto unsympathischer wird er - bis der Zuschauer nur noch blanken Ekel empfindet.

Wer hat's erfunden?

Die Idee stammt von Vince Gilligan der bereits Ende der 90er Drehbücher für die Mystery-Serie "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" lieferte. In den USA wird die Serie beim Kabelsender AMC ausgestrahlt.

Bis wann lohnt sich das Gucken?

Es gibt fünf Staffeln - und mit jeder Episode wird die Serie besser.

Für wen ist die Serie geeignet?

"Breaking Bad" ist brutal, düster und bitterböse. "Breaking Bad" ist wunderschön, melancholisch und stellenweise sehr lustig. Die Serie ist ein Auf und Ab der Gefühle. Sie eignet sich für alle TV-Zuschauer, die eine spannende Handlung und dramatische Dialoge lieben. Nur Zartbesaitete sollten lieber nicht einschalten.

Und sonst?

"Ich bin nicht in Gefahr, Skyler. Ich bin die Gefahr."

Wie kann ich die Serie gucken?

"Breaking Bad" läuft in Deutschland beim Bezahlsender AXN, außerdem zeigt Arte die Serie. In den USA ist "Breaking Bad" beendet, das Finale lief am 29. September 2013. Außerdem: iTunes und DVD/Bluray.

Wie lang dauert's?

Es gibt 62 Episoden mit je rund 50 Minuten Spielzeit.