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"Gülcans Traumhochzeit": "Man macht einen Bungeejump und kreischt ja-ha!"

Von heute an kann man zusehen, wie die Viva-Moderatorin Gülcan, 24, und der Millionen-Erbe Sebastian Kamps, 25, ihre Hochzeit vorbereiten. Wie es zu der - im wahrsten Sinn des Wortes - Schnapsidee kam, erzählt die Braut im stern.de-Interview.

Gülcan, was ist so reizvoll daran, sich von Millionen Menschen beim Heiraten zusehen zu lassen?

Wenn Sebastian und ich unterwegs sind, filmen wir uns gern gegenseitig mit der Digitalkamera - und denken dann immer: Schade, das müsste man jetzt im Fernsehen zeigen! Letztes Jahr haben wir uns ja verlobt, und dann, eines abends an der Theke, hoch die Tassen und Stößchen, haben wir gesagt: Jawoll, das machen wir - und haben Pro Sieben ein Konzept vorgeschlagen.

Eine Hochzeit ist üblicherweise etwas, an dem man nur enge Freunde oder Verwandte teilhaben lässt.

Ich bin ja ein bisschen dafür bekannt, dass ich es ungern schlicht habe. Klamotten, Wohnung, meine Moderation - sobald etwas normal wird, ist es nichts für mich. Unsere Hochzeit, das war uns beiden klar, muss etwas Besonders sein. Mit ganz viel Glamour in Las Vegas. Oder auf einer fernen Insel. Oder eben im Fernsehen. So wie wir jetzt feiern, werden wir diesen Tag nie vergessen...

...und die Nation auch nicht.

Das hoffe ich! Ich selbst schaue ja wahnsinnig gern Adelshochzeiten. Da bin ich immer so ergriffen, dass ich Gänsehaut bekomme.

Bei Ihrer eigenen Hochzeit bekommen Sie außer der Gänsehaut angeblich noch eine Million Euro von Pro Sieben.

Sie sind ja einer! (Kichert.) Was fragen Sie denn für Sachen!

Stand in der Zeitung.

Bei einer Heirat geht’s um Lieee-be!

Zumal Geld ausreichend vorhanden sein dürfte: Ihr Verlobter ist der Sohn von Heiner Kamps, einst Brötchen-Fabrikant, heute Mit-Inhaber der Fast-Food-Fischkette Nordsee.

Wir sind nicht den Finanzen oder der Karriere zuliebe zusammen. Als Sebastian und ich uns vor zweieinhalb Jahren kennen lernten, wussten wir die ersten Wochen gar nicht, wer der andere ist. Weil er kein Viva guckt, und ich mich nicht so mit Wirtschaft auskenne. Irgendwann machte es bing: Ach so, du bist die Fernsehtante - ach, und du der Sohn vom Bäcker!

Der Trailer, mit dem der Sender für Ihre Hochzeits-Doku wirbt, zeigt Sie beide als Streithansel. Sie fahren Sebastian an: "Das kannst du auch mal selber aufwischen, ich bin doch nicht deine Putzfrau." Er schimpft: "Nerv mich nicht. Lackier dir die Nägel!" Und knallt die Tür zu.

Wir kabbeln uns öfter mal, wie jedes Paar. Einmal frage ich ihn: "Was für einen Brautstrauß wollen wir, Lilien oder Rosen?" Er: "Ja." Ich: "Wie?" Er: "Ist mir egal." Ich bin etwas temperamentvoller, er ist ruhiger.

Kommt Sebastian in Ihrer Beziehung gelegentlich zu Wort?

Für einen Mann redet er viel. Verglichen mit mir sagt er gar nichts. Aber ich bin ja kein Maßstab. Wie Sie wissen, hab ich immer gern ein paar Wörter mehr um mich rum.

Was werden wir auf Pro Sieben noch sehen außer einem streitenden Pärchen?

Wir zeigen unser Leben so wie es ist: Arbeiten, feiern - und natürlich die Hochzeit vorbereiten, mit allen Unwägbarkeiten. Die Einladungskarten mussten wir zum Beispiel ein zweites Mal in Auftrag geben, die waren falsch gedruckt.

Und die Kamera ist rund um die Uhr dabei?

Wir drehen sechs Tage die Woche. Von morgens halb neun bis am Abend.

Ständig unter Beobachtung zu stehen, muss doch selbst Sie irgendwann nerven.

Die ersten drei Tage guckt man penibel, ob die Haare und die Hose sitzen oder ob man aufs Tischtuch gekleckert hat. Man vergisst dann aber bald, dass eine Kamera dabei ist.

Sebastians Vater, so hört man von Pro Sieben, möchte in der Sendung so gut wie gar nicht in Erscheinung treten.

Das ist nicht seine Welt. Er hat dafür auch keine Zeit, er führt eine große Firma, arbeitet hart, ist viel unterwegs. Aber Petra spielt mit, Sebastians Mutter. Und Oma Walter, also die Ursel.

Und Ihre Eltern?

Denen machen die Dreharbeiten richtig Spaß. Ich glaube, wir haben so ein Fernseh-Gen in uns.

Im vergangenen Jahr wollten die Busenwitwe Tatjana und ihr Prinz Foffi im Fernsehen Hochzeit feiern. Bis die beiden merkten, dass sie überhaupt nicht heiraten wollen. Angst, dass es bei Ihnen auch schief geht?

Sie müssen nicht befürchten, dass wir einen Tag vorher sagen: Och, nö, wir haben jetzt keine Lust mehr. Es wird eine Traumhochzeit!

Ihr Brautkleid...

...ist gerade in Arbeit, es ist weiß und lang, wie bei einer Prinzessin.

Wo geben Sie und Sebastian sich das Ja-Wort?

Das haben wir noch nicht entschieden.

Die Hochzeit ist bereits im August - so kurzfristig bekommt man doch auf dem Standesamt keinen Termin mehr.

Wir checken gerade ein paar Locations in Köln und Düsseldorf. So romantische Orte, mit Blick auf den Rhein oder so. Das Problem ist: Man kann sich nicht einfach irgendwo trauen lassen. Ich dachte, das ist so wie in amerikanischen Filmen - man macht einen Bungeesprung, der Standesbeamte springt mit, ruft noch im Flug: Wollt ihr? Und man kreischt: Ja-ha! Aber so eine Ehe wäre rechtlich gar nicht gültig.

"Gülcans Traumhochzeit" ist ab dem 19. Juni sieben Mal dienstags um 20.15 Uhr auf Pro Sieben zu sehen

Interview: Alexander Kühn
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