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Streaming "Harry Potter"-Serie geplant: Die Chance nachzuholen, woran die Filme gescheitert sind

"Harry Potter und der Gefangene von Askaban"
Szene aus: "Harry Potter und der Gefangene von Askaban"
© ©Warner Bros/Courtesy Everett Collection / Picture Alliance
Die Nachricht, dass eine "Harry Potter"-Serie in Planung ist, führte im Netz bereits zu wilden Theorien über den Inhalt. Eines ist sicher: Die Serie könnte gutmachen, woran die Filme leider gescheitert sind. 

Die "Harry Potter"-Filme sind beliebt, und das nicht ohne Grund. Fast alle Kinder der 90er Jahre freuten sich damals, den Zauberlehrling Harry Potter und seine Freunde Hermine und Ron Anfang der 2000er endlich auf der Leinwand sehen zu können, nachdem die Bücher von Joanne K. Rowling wie ein Blitz (Achtung, Witz) eingeschlagen waren.

Doch hatte sich der große Hype um die Filmadaption aus dem Hause Warner Brothers erstmal gelegt, fiel auf: Die Filme waren zwar qualitativ groß und liebevoll gemacht, an die Detailverliebtheit von Rowling kamen sie allerdings nicht ran. 

"Harry Potter"-Serie könnte es besser machen als die Filme

Exemplarisch dafür war immer der Showdown in Buch/Film drei, "Der Gefangene von Askaban". Während sich dieser in der Buchvorlage über mehr als 50 Seiten zieht und langsam die Spannung aufbaut, erfolgt er im Film gefühlt viel zu überhastet. Als Zuschauer hat man noch gar nicht realisiert, dass die drei Jugendlichen in der Heulenden Hütte sind, da ist das Ganze auch schon wieder vorbei. Das ist verständlich, immerhin mussten die Bücher irgendwie auf Kinoformat gequetscht werden. Und doch fehlten deshalb Momente, die die Werke von Rowling so besonders gemacht hatten: Die einzelnen Quidditch-Spiele zum Beispiel, oder auch das alltägliche Leben auf der Zauberschule Hogwarts, zwischenmenschliche Fehden, die für die Hauptstoryline dran glauben mussten. Auch die Geschichte der "Karte des Rumtreibers" wurde in Film drei viel zu kurz erzählt. 

Beispiele für solcher Art Lücken gibt es in jedem Film zu bemängeln. Einzig das letzte Buch der Reihe, "Die Heiligtümer des Todes", wurde in zwei Filmen erzählt. Und siehe da: Unter anderem auf der Filmplattform "IMDB" haben sie die besten Bewertungen. Ganz einfach deshalb, weil zwei Filme mehr Zeit zum Erzählen bieten als einer. 

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Genaueres Erzählen in der Serie

Man stelle sich also nur vor, jedes einzelne Buch wäre damals eine Staffel gewesen. Dass jetzt eine Serie in Planung ist, die in der "Harry Potter"-Welt spielt, macht Hoffnung. Denn serielles Erzählen ermöglicht genau diese Detailverliebtheit, die in Filmen zwangsläufig zu kurz kommt. Ob die aktuell geplante Show überhaupt Harry Potter und seine Freunde in den Mittelpunkt der Erzählung stellt, oder aber andere Aspekte und Figuren aus der Zauberwelt eine Rolle spielen werden, ist bislang noch nicht bekannt. Fan-Theorien gibt es dazu aber schon zu Genüge.

Angeblich befindet sich der Streamingdienst HBO Max erst in einer "frühen Entwicklungsphase" für eine Serien-Adaption. Der "Hollywood Reporter" berichtet, dass es bereits Gespräche mit Drehbuchautoren gegeben hat. 

Potterheads sei zu wünschen, dass die Verantwortlichen es in manchen Punkten besser machen. Denn was gäbe es gerade wohltuenderes, als sich über mehrere Folgen hinweg in der Hogwarts-Welt zu verlieren. 

Quelle: "The Hollywood Reporter"


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