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TV-Kritik

Vox-Show "Ich, einfach unvermittelbar?": Keiner wollte sie einstellen – in dieser Doku finden Menschen mit Handicap wieder einen Job

Menschen mit Autismus oder Tourette-Syndrom haben im Alltag große Probleme, verfügen aber auch über besondere Fähigkeiten. Die Vox-Serie "Ich, einfach unvermittelbar?" will ihnen helfen, diese auch im Arbeitsleben einzubringen.

Chris aus der Sendung "Ich, einfach unvermittelbar?" steht nervös am Bahnhof

Chris leidet am Tourette-Syndrom. In der Sendung "Ich, einfach unvermittelbar?" sucht er nach einem neuen Job.

Wolfgang ist 45 Jahre alt und hervorragend ausgebildet. Er hat einen Master in Biologie, sein Studium hat er mit der Note 1,9 abgeschlossen, er gilt als hochbegabt. Doch er geht nicht einer großen Karriere nach. Der Bayer ist zutiefst verzweifelt. Seit vielen Jahren ist er arbeitslos und lebt von Hartz IV. Weil er Autist ist, möchte ihn niemand einstellen. "Für was bin ich denn auf der Welt, wenn ich da eh nicht gewollt werde und man meine Begabung und meine Talente nicht brauchen kann?", klagt er.

Ein herzzerreißender Satz aus der VOX-Dokuserie "Ich, einfach unvermittelbar?". In dem Format begleiten Filmemacher Menschen, die herausragende Fähigkeiten haben, aber auch Einschränkungen, die ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt schwer, manchmal sogar scheinbar unmöglich machen. Jeder dieser Menschen leidet darunter – aber die meisten von ihnen haben die Hoffnung noch nicht vollends aufgegeben. In der Serie versuchen sie, mit Hilfe von Coaches und Ärzten wieder in der Arbeitswelt Fuß zu fassen.

Vox-Serie "Ich, einfach unvermittelbar?": Jeder Mensch kann etwas

So wie Chris, der in der zweiten Folge auftritt. Der 42-Jährige leidet seit früher Kindheit am Tourette-Syndrom, seine Zuckungen kann er nicht kontrollieren. Auch deshalb ist er seit sechs Jahren arbeitslos, 300 Bewerbungen verliefen im Sande. Wenn er seine Einschränkung schon im Anschreiben angibt, bekommt er meist gar keine Rückmeldung. Werden die Chefs beim Vorstellungsgespräch mit seinen Tics konfrontiert, ist dort Endstation für seine Jobträume.

"Ich, einfach unvermittelbar?" führt Menschen wie ihn aber nicht vor – die Sendung eröffnet ihm eine neue Perspektive. Und nicht nur ihm, sondern auch allen "normalen" Zuschauern. Denn Chris hat einiges auf dem Kasten: Er besitzt quasi einen Rundumblick, ein räumliches Vorstellungsvermögen, wie es bei Menschen ohne Tourette-Syndrom so gut wie nie vorkommt. 

Auch Isabelle verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten. Sie ist mathematisch und sprachlich hochbegabt, ihr IQ liegt bei 139. Doch sie leidet am Asperger-Syndrom. "Ich will nicht stehenbleiben, ich will wieder arbeiten", sagt die 50-Jährige, die seit 13 Jahren arbeitslos ist. Der Wiedereinstieg gestaltet sich aber schwierig, wenn man an den scheinbar einfachsten sozialen Interaktionen scheitert. Jemandem die Hand zu geben ist für Isabelle zum Beispiel völlig undenkbar.

Sie fühle sich als Versagerin, gesteht Isabelle. In der klassischen kapitalistischen Verwertungslogik mag das nicht falsch sein. Doch "Ich, einfach unvermittelbar?" setzt hinter den Namen der Show sehr bewusst ein Fragezeichen. Behutsam bringt die Produktion der Firma Tower Productions sowohl die Betroffenen als auch die Zuschauer dazu, diese scheinbare Ausweglosigkeit zu hinterfragen. In jeder Sendung tritt mit der Zeit immer stärker hervor, wie viel Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt an den äußersten Rand gedrängt werden, beizutragen haben, wenn man auf ihre Eigenheiten Rücksicht nimmt.

Jobsuche als fast unüberwindbare Herausforderung

Dabei schonen die Filmemacher auch die Betroffenen nicht. Die Arbeitssuche, das wird immer wieder klar, ist für diese eine gigantische Herausforderung. Um ans Ziel zu gelangen, müssen sie ein ums andere Mal ihre Komfortzone geradezu mit Siebenmeilenstiefeln verlassen – bei Dingen, die nahezu jeder andere mit größter Selbstverständlichkeit erledigt: U-Bahn-Fahren oder in ein fremdes Auto steigen. Doch wenn diese Schwierigkeiten gemeistert sind, stehen mehr Türen offen, als man zunächst denken mag.

"Ich, einfach unvermittelbar?" bietet auf einfühlsame Art und Weise Menschen mit Handicap eine neue Perspektive, die sich selbst schon beinahe abgeschrieben hatten. Und es zeigt den Zuschauern, wie wertvoll jeder Mensch ist, wenn man sich auf ihn einlässt. Chris zum Beispiel findet in der aktuellen Folge einen Job bei einer Sicherheitsfirma – und zwar nicht trotz, sondern wegen seines Tourette-Syndroms. 

Die nächste Folge von "Ich, einfach unvermittelbar?" läuft am Dienstag, 18. September, um 22.45 Uhr bei Vox. Die bisherigen zwei Folgen sind bei TV Now abrufbar.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.