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TV-Tipps 23.12.: "Notting Hill" und "Match Point": Niedlicher Hugh Grant oder berechnender Woody Allen

Hugh Grant und Julia Roberts liefern eine der schönsten romantischen Komödien überhaupt. Wem das zu nett ist, der guckt einen außergewöhnlich fiesen Woody Allen.

Von Sophie Albers Ben Chamo

Hugh Grant ist Hugh Grant ist Hugh Grant

Hugh Grant ist Hugh Grant ist Hugh Grant

"Notting Hill"
20:15 Uhr, ZDF neo
KOMÖDIE Wir beginnen mit unserem Anflug auf den ultimativen Weihnachtsfilm "Tatsächlich... Liebe" (Freitag, Vox!), bitte stellen Sie die Rückenlehnen gerade, klappen Sie die Tische hoch, und genießen Sie Hugh Grant und Julia Roberts in der romantischen Komödie "Notting Hill". Die stammt - wie auch "Tatsächlich... Liebe" - aus der Feder von Richard Curtis und macht einfach alles richtig: Tolpatschiger Buchhändler (Grant natürlich) verliebt sich in Hollywoodstar (Roberts natürlich) und anders als im richtigen Leben passiert tatsächlich etwas. Aber weil es ein Richard-Curtis-Film ist, reicht das noch lange nicht.

Treffen Sie Spike (legendär: Rhys Ifans), des Buchhändlers unfassbar durchgeknallten, aber ebenso liebenswerten Mitbewohner. Oder seine knallbunte Schwester Honey, die nicht von ungefähr an Scarlett aus dem anderen Richard-Curtis-Klassiker "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" erinnert. Aber auch durchgeknallt reicht Curtis nicht, und so gibt es für jeden vierten Lacher eine Träne oder einen Wutanfall. Außerdem bekommen Sie Einblick in den Filmstar-Journalisten-Alltag wie in keinem anderen Film. Und wenn Sie genau hingucken, erkennen Sie in der Kinder-Schauspielerin, die der Buchhändler interviewen muss, die kleine Mischa Barton. Warum er sie interviewern muss? Schauen Sie doch selbst. Dann sind Sie nächstes Jahr auch wieder dabei!

"Match Point"
20:15 Uhr, Servus TV
THRILLER Woody Allen hat es tatsächlich getan. Er hat nicht nur New York verlassen, um erstmals in Europa zu drehen. Er hat außerdem das Genre gewechselt. Und die Muse. #link;https://www.youtube.com/watch?v=AGMBnvmrhJw"Match Point"# spielt in England. Es ist ein waschechter Thriller. Und es ist der erste Allen mit Scarlett Johansson.

Der irische Ex-Tennisprofi Chris (Jonathan Rhys Meyers) findet Eingang in die feine englische Gesellschaft und tut alles, um da zu bleiben. Auch heiraten. Allerdings begegnet ihm auf dem edlen Landsitz seiner neuen Familie die Verlobte seines Schwagers, eine erfolglose amerikanische Schauspielerin (Johansson), die genau das Gleiche vorhat wie er. Und plötzlich wird aus dem Komplizentum Lust. Chris hat aber keinerlei Interesse daran, die Vorteile seiner neuen Stellung aufzugeben.

Immer mal wieder kommt Allen mit diesen präzisen, bösen Sittenbildern um die Ecke, die einen fast mehr packen als seine wunderbaren Komödien. Der perfekte Film für Anti-Weihnachten.

Zwei TV-Tipps von Sophie Albers Ben Chamo, Kulturredakteurin beim stern