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TV-Kritik

"Sing meinen Song": Darum weinte Alphaville-Sänger Marian Gold beim Tauschkonzert

Er war verantwortlich für Welthits wie "Forever Young" und "Big in Japan", bei "Sing meinen Song" interpretierten andere die Lieder von Marian Gold. Auch die alten Videos wurden gezeigt - eines rührte den 63-Jährigen zu Tränen.

"Sing meinen Song"

Marian Gold, Sänger von Alphaville, stand im Mittelpunkt der vierten Sendung von "Sing meinen Song".

MG RTL D

"Endlich kommt Weltflair hier nach Südafrika": Mit diesen Worten kündigte Gastgeber Mark Forster den Künstler an, der im Mittelpunkt der vierten Ausgabe von "Sing meinen Song" stand. Und übertrieb nur ein wenig. Denn innerhalb des Teilnehmerfeldes ist der einzige, der internationale Erfolge feierte. In den 80er Jahren landete er mit seiner Band Alphaville Hits, die auf der ganzen Welt gespielt wurden. Und an diesem Abend auch in Südafrika.

Rea Garvey, der bislang nicht wusste, dass es sich dabei um eine deutsche Band handelt, sang zu Beginn "Big in ", jenen Song, der Alphaville schlagartig bekannt machte. Was auch für Sänger Marian Gold Konsequenzen hatte: Sein damaliger Chef setzte ihn  wegen des plötzlichen Erfolgs vor die Tür - und forcierte damit seine Karriere als Berufsmusiker. Geschadet hat es dem heute 63-Jährigen nicht. Denn seine Band legte nach und landete mit "Sounds like a Melody" und "Forever Young" weitere Hits.

Letzteren knöpfte sich Johannes Strate vor, der bislang in dieser Staffel noch keine überraschende Wahl getroffen und immer nur die bekanntesten Songs aus dem Werk der jeweiligen Künstler gesungen hat. Diesmal gelang ihm immerhin eine eigenständige Interpretation, indem er die Ballade in einen Midtempo-Song verwandelte. 

Marian Gold erzählt bei "Sing meinen Song" aus seinem Leben

Mary Roos verwandelte "I die for you Today" in einen Soulsong und erhielt dafür die Konfettikanone für die beste Performance des Abends. Leslio Clio sang "Song for no one", ein weniger bekanntes Stück aus dem Jahr 2010, sang "Flame" nur von einer Gitarre begleitet, Judith Holofernes verwandelte "Jet Set" in einen Helden-Song und Marian Gold sang "Because of You" von 1999.

Spannend war es immer dann, wenn der Alphaville-Sänger aus seinem bewegten Leben erzählte. Prägend war vor allem die Zeit vor seinem Durchbruch. Gold erzählte, wie er unehrenhaft aus der Bundeswehr entlassen wurde und 1976 nach Berlin zog, das er als "Stadt der Loser" beschreibt. Und er war einer davon. Er kannte niemanden und hatte nicht einmal eine Wohnung. In seinem ersten Winter verbrachte er die Nächte in der U-Bahn. Fuhr von Endstation zu Endstation, um wenigstens im Warmen sein zu können.

"Ich bin ein Glückspilz"

Es sind Erfahrungen wie diese, die den Sänger so sympathisch machen. Denn bei all seinen Erfolgen hat Marian Gold nie die Bodenhaftung verloren und auch seine Weggefährten nicht vergessen. Als in einem Video Martin Lister zu sehen war, der 2014 verstorbene Keyboarder der Band, geht dem Sänger das sichtlich nahe und rührt ihn zu Tränen.

Dieser Mann weiß, woher er kommt und wem er seinen Erfolg zu verdanken hat. Das macht ihn aus. Und deswegen gönnt man es ihm von Herzen, wenn er über sein Leben sagt: "Ich bin ein Glückspilz."


che
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo