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"Tatort" aus Oldenburg: Das Geheimnis der Fotowand ist gelüftet

Sie war nur kurz im Bild zu sehen, und doch sorgte die Fotowand im "Tatort" für Erheiterung im Netz. Denn ein Darsteller hat sich einen Spaß erlaubt - und sein Jugendidol auf die Wand geschmuggelt.

Auf dieser Fotowand verbergen sich mindestens zwei Fußballprofis und ein Crystal-Meth-Kocher.

Auf dieser Fotowand verbergen sich mindestens zwei Fußballprofis und ein Crystal-Meth-Kocher.

Der BKA-Ermittler Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und seine Kollegin Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) sind beruflich in Oldenburg, wo sie einen Menschenschmuggler-Ring ausheben sollen. In einem dunklen Gebäude haben sie ihre Zentrale eingerichtet und eine Fotowand mit Bildern der Verdächtigen aufgebaut. Die war zwar am Sonntagabend im "Tatort" nur kurz im Bild, hat dafür aber im Netz ein großes Rätselraten ausgelöst. Holger Gertz, Autor der "Süddeutschen Zeitung", hat als erstes etwas bemerkt: Er erkannte den brasilianischen Fußballspieler Carlos Mozer, dessen Foto 1986 im Panini-Album zur Fußball-WM in Mexiko klebte. Per Twitter teilte er seine Entdeckung mit.

Doch wer hat Mozer in den "Tatort" geschmuggelt? Beim NDR war man von der witzigen Aktion offenbar selbst überrascht und brauchte mehrere Tage, um den Vorgang zu klären. Die Anfrage bei der Pressestelle des Senders brachte am Mittwoch dann die Klärung: "Da es auch unter Polizisten Fußball-Fans und 'Spaßvögel' gibt, war es in diesem Fall einer der Kollegen von Kommissar Falke der ein Idol seiner Jugend an die Wand gepinnt hat", teilte ein Sprecher mit.

Walter White aus "Breaking Bad"

Doch es ist nicht nur Carlos Mozer zu sehen. Mindestens ein weiterer Mann auf der Wand hat Ähnlichkeit mit einem Fußballprofi: Es könnte sich um den jungen Diego Maradona oder seinen argentinischen Landsmann Jorge Burruchaga handeln. Ein Fernsehheld ist dort auch verewigt: Walter White, der Crystal Meth kochende Chemielehrer aus der US-Serie "Breaking Bad" ist auf der Wand zu sehen. Es handelt sich dabei jedoch nicht um ein Szenenfoto, sondern mutmaßlich um ein am Computer mithilfe eines 3D-Programms entstandenes Porträt des von Bryan Cranston gespielten Drogenbaron. Der in Japan lebende Künstler Riccardo Minervino hat es angefertigt.

Wer immer diese Bilder auf die "Tatort"-Fotowand geschmuggelt hat: Er kennt sich nicht nur bestens mit südamerikanischen Fußballspielern der 80er Jahre aus, sondern auch mit der Computerbearbeitung von berühmten TV-Helden. Respekt!

che