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Quoten "Traumschiff" fährt dem "Tatort" davon, verliert aber trotzdem Zuschauer

"Das Traumschiff" fuhr nach Kapstadt: Kapitän Max Parger (Florian Silbereisen, l.) und Staff-Kapitän Martin Grimm (Daniel Morgenroth, r.) nehmen Kurs auf Südafrika.
"Das Traumschiff" fuhr nach Kapstadt: Kapitän Max Parger (Florian Silbereisen, l.) und Staff-Kapitän Martin Grimm (Daniel Morgenroth, r.) nehmen Kurs auf Südafrika.
© ZDF
Am 1. Weihnachtsfeiertag singt Helene, am 2. sticht das "Traumschiff" in See: An dieser Tradition knüpfte das ZDF auch 2020 an. Den neuen "Tatort" konnten die Mainzer damit schlagen - verloren aber trotzdem Zuschauer.

Es war die letzte Seereise von Nick Wilder als Schiffsarzt Doc Sander: Der Schauspieler ging am Samstagabend nach zehn Jahren von Bord des ZDF "Traumschiff". An seine Stelle rückte Sina Tkotsch nach, die in der neusten Folge, bei der es ins südafrikanische Kapstadt ging, ihre Premiere feierte. Ein erfolgreicher Einstand.

6,56 Millionen Zuschauer schalteten am Samstagabend die beliebte ZDF-Dauerserie ein, die 1981 mit Günter König als Kapitän, Sascha Hehn als Schiffssteward und Heide Keller als Chefhostess gestartet war. Damit fuhr das "Traumschiff" dem neuen ARD-"Tatort" aus Ludwigshafen davon - wenn auch nur knapp. Für den Krimi entschieden sich 6,51 Millionen Zuschauer, also nur 50.000 weniger als fürs ZDF.

Das war im vergangenen Jahr noch ganz anders. 2019 segelte das Traumschiff unter Volldampf auf 7,5 Millionen Zuschauer. Im Vergleich verlor die Serie damit eine Million Gucker, während der "Tatort" knapp 1,2 Millionen zulegen konnte. Zum Vergleich: 2019 sahen 5,32 Millionen Menschen den ARD-Krimi.

ARD und ZDF hängen Konkurrenz ab

Zufrieden können die beiden öffentlich rechtlichen Sender trotzdem sein. Denn die Konkurrenz vom Privatfernsehen hielten sie auf weitem Abstand. "Die Schöne und das Biest" erreichte um 20.15 Uhr auf Sat.1 gerade mal 2 Millionen Zuschauer, die Wiederholung des Kinohits "Fack ju Göhte 3" auf ProSieben sogar nur 1,74 Millionen.

Spitzenwerte erreichten erneut zwei Klassiker. Der dritte Teil der Sissi-Verfilmungen "Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin" kam im Nachmittagsprogramm der ARD auf sagenhafte 2,83 Millionen Zuschauer, "Der Kleine Lord" am Vormittag auf 2,08 Millionen Zuschauer. Beide Filme gehören zum traditionellen Repertoire an Weihnachten.

Mit einer neuen "Polizeiruf 110"-Folge und dem Start der Serie "Das Boot II" dürften ARD und ZDF auch am Sonntag die Nase vorne haben. RTL hält mit der Premiere von "Pets" dagegen, Sat1 mit "Manhatten Queen" und ProSieben zeigt "Kingsman: The Secret Service". 

mai

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