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Eklat bei "Applaus und Raus": Oliver Polak schmeißt Prinz Marcus aus der Show

So einer wie er habe in seiner Sendung nichts zu suchen: Mit harschen Worten warf Oliver Polak seinen Gast Prinz Marcus von Anhalt aus der Show "Applaus und Raus". So kam es zum Eklat.

Prinz Marcus von Anhalt

Gast bei "Applaus und Raus": Prinz Marcus von Anhalt

Jay Khan warf er ebenso aus seiner Show wie den Postboten, der sich jahrelang als Arzt ausgegeben hatte, oder einen syrischen Pornostar: Dass die Gespräche zwischen Oliver Polak und seinen Gästen vorzeitig enden, gehört zum Konzept seiner Show "Applaus und Raus". "Wer keine schmutzigen Details erzählt, der fliegt", erklärt der Moderator seine Sendung selbst. Doch als am Montagabend Prinz Marcus von Anhalt schon nach wenigen Sätzen gehen musste, kam es zum Eklat.

Wutentbrannt und ohne sich von Polak zu verabschieden, stürmte Prinz Marcus aus dem Studio in Berlin. Der Grund für seinen Unmut: Polak hatte ihn vor laufenden Kameras zur Persona non grata erklärt. Dabei hatte die Runde recht fröhlich begonnen.

Prinz Marcus von Anhalt bleibt bei "Applaus und Raus" zunächst cool

Zunächst klärte der Prinz Gastgeber Polak über seine Familienverhältnisse auf. Er ist der Sohn von Prinz Frederic von Anhalt und Zsa Zsa Gabor. Das Promi-Paar adoptierte den gebürtigen Pforzheimer, der mit bürgerlichem Namen Marcus Eberhardt hieß, 2006 gegen Bezahlung. Mehr aus Zufall. "Das hat sich so ergeben, auch aus PR-Gründen", erklärte Prinz Marcus.

Dann sprach Polak ihn auf seine Gefängnis-Vergangenheit an. "Warst du nicht mal im Knast? Und nicht auch bei 'Promi Big Brother'?", wollte er von Prinz Marcus wissen. Was denn schlimmer gewesen sei. "'Promi Big Brother' ging schnell rum", erklärte der Prinz. Im Gefängnis hingegen habe er zwei Mal zwei Jahre gesessen.

Mit Fragen nach dem Sex im Knast, dem badischen Akzent des gekauften Prinzen und seinem Verhältnis zu Frauen versuchte Oliver Polak, seinen Gast zu provozieren. Doch der ließ sich zunächst nicht aus der Ruhe bringen. "Du hast eine sechsjährige Tochter. Respektierst du Frauen?", fragte Polak den Mann, der mit Bordellen einst zum Rotlichtkönig aufgestiegen war. "Natürlich", antwortete Prinz Marcus trocken.

Oliver Polak erklärt Prinz Marcus zur unerwünschten Person

Doch dann setzte Polak nach: "Du warst doch auch im Gefängnis. Es ging um Zuhälterei, Menschenhandel, Steuerhinterziehung und Körperverletzung", erklärte er Anhalts Strafakte. "Wegen Steuerhinterziehung bin ich nicht verurteilt worden", konterte der. Dann hatte Polak offenbar genug.

"Das ist zwar eine Unterhaltungssendung, aber Menschen, die Menschenhandel betrieben haben, Frauen unterdrücken und Prostitution fördern, haben in dieser Show nichts verloren", erklärte Polak seinem verdutzten Gast und schickte ihn mit diesen Worten und unter tosendem Beifall der Zuschauer nach Hause.

Den sonst üblichen Händedruck verweigerte Prinz Marcus daraufhin. Er verließ das Studio, ohne sich zu verabschieden. "War ich zu hart", wollte Polak vom Publikum wissen. Doch mit seiner Aktion, den vorbestraften Anhalt nach Hause zu schicken, stieß er überwiegend auf Zustimmung.

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