VG-Wort Pixel

"Bares für Rares" "Waldi" stänkert zurück – diese Uhr sorgt für Streit bei den Händlern

Bares für Rares
"Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek, Moderator Horst Lichter und Hanne Schneider mit ihrem Erbstück.
Zoff bei "Bares für Rares": Eine alte Armbanduhr entfacht einen Streit zwischen Walter "Waldi" Lehnertz und seinen Kontrahenten. Der will sich das nicht bieten lassen.

Dieses Erbstück ist eine echte Rarität: Hanne Schneider aus Ronneburg kommt mit einer Uhr ihres Onkels zu "Bares für Rares". "Die liegt seit Jahren in der Schublade. Ich habe keine Verwendung dafür", sagt die Besitzerin. Deshalb will sie das Schmuckstück jetzt verkaufen. Über die Geschichte der Uhr weiß sie nicht viel. "Ich denke, die ist in den USA gekauft, aber in der Schweiz gefertigt worden." Aber stimmt das?

"Das ist eine wunderschöne Uhr und für ihr Alter hat sie einen großen Durchmesser von 38 Zentimetern", sagt "Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek. Anhand der Stempelung schlüsselt er auf, dass es sich um 585er Gold handelt und die Uhr tatsächlich von der Firma Longines in der Schweiz gefertigt worden sei. Anhand der Werksnummer erkennt der Experte, dass die Uhr zwischen 1947 und 48 hergestellt wurde. Auch die Original Schatulle sei vorhanden. "Das ist sehr außergewöhnlich."

"Bares für Rares"-Experte übertrifft Erwartungen

1000 Euro hätte Besitzerin Schneider gerne für das alte Stück. Ein realistischer Preis? "Uhren von Longines werden gesammelt, gerade aus dieser Zeit", sagt Deutschmanek. Außerdem sei es eine Handaufzugsuhr. Deshalb liege seine Schätzung darüber: "zwischen 1200 und 1400 Euro." "Ich hoffe, dass die Händler das genauso sehen", sagt Schneider.

Im Händlerraum sorgt die Uhr zunächst für Streit. Walter "Waldi" Lehnertz glaubt anhand der Farbe zu erkennen, dass es sich um 585er Gold handelt. "Longines ist meist 750er Gold", widerspricht Julian Schmitz-Avila. Das will "Waldi" nicht stehen lassen. "Dafür ist es zu dunkel." Patzig erwidert Schmitz-Avila: "Wenn du es oft genug sagst, wird es schon stimmen." Als Lehnertz den Stempel entdeckt, triumphiert er: "Ich hab's euch doch gesagt."

Nach dem Geplänkel gibt Schmitz-Avila das erste Gebot ab: 1000 Euro. Schnell schießt der Preis nach oben. Auch David Suppes will die Uhr haben. Mit 1500 Euro ist er der Höchstbietende. "Ich bin ganz begeistert", sagt Verkäuferin Schneider. Sie hat 100 Euro mehr als den maximalen Schätzpreis bekommen.

mai

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker