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"Bares für Rares" "Sieht aus wie Theaterattrappen" - bei diesen Leuchten irrt sich Horst Lichter gewaltig

Bares für Rares
"Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz und Horst Lichter staunen über die Leuchten von Verkäufer Bernardo Da Franco.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" stehen zwei kuriose Leuchten zum Verkauf. Moderator Horst Lichter hält sie für Theaterattrappen - doch er liegt gründlich daneben.

"Wow, deine Vorfahren kommen wohl aus einem Schloss", sagt Horst Lichter staunend zu "Bares für Rares"-Verkäufer Bernardo Da Franco. Der 50-Jährige kommt mit zwei ganz besonderen Einzelstücken in die Show. Er hat zwei alte Laternen dabei – nicht aus einem Schloss, sondern von seinem Großvater. "Ich weiß leider nicht, wie alt sie sind und woher sie wirklich stammen." Doch da weiß Experte Colmar Schulte-Goltz Abhilfe.

"Ich bin begeistert", sagt der Sachverständige über die beiden aus Holz gefertigten Leuchten. Es handele sich nicht, wie von Lichter gemutmaßt, um Theaterlampen. "Sie sind mit Blattgold überzogenen", sagt Schulte-Goltz. Er sei sich deshalb sicher, dass die Stücke im 18. Jahrhundert gefertigt wurden. "Sie stammen aus dem Rokoko und wurden für Prozessionen verwendet." Die Elektrifizierung sei erst nachträglich eingebaut worden, vermutlich seien die Leuchten in einem Privathaushalt gestanden. "Die sind prunkvoll und dekorativ."

"Bares für Rares"-Experte muss Verkäufer enttäuschen

3000 Euro hätte Besitzer Da Franco gerne für die Exponate aus dem Nachlass seines Opas. Doch den Preis erreicht Schulte-Goltz mit seiner Schätzung nicht. Es gebe nur wenige Sammler dafür, daher liege seine Expertise bei 1900 bis 2200 Euro. "Wenn das so ist, dann bin ich auch damit einverstanden", sagt Da Franco und will sein Glück im Händlerraum probieren.

Doch die Begeisterung hält sich bei den Händlern zunächst in Grenzen. "Ich gebe 80 Euro – pro Lampe", sagt Walter "Waldi" Lehnertz. Doch auch der Sparfuchs aus der Eifel weiß, dass die beiden Stücke mehr wert sind. Er erhöht auf 1000 Euro. Allerdings hält Fabian Kahl dagegen und für bekommt für 1700 Euro den Zuschlag.

"Die 80 Euro von 'Waldi' waren glaube ich nur ein Scherz", sagt der Verkäufer nach der Händlerrunde. Er freue sich über die 1700 Euro von Kahl. Damit gehen die edlen Leuchten immerhin an einen Schlossbesitzer.

mai

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