VG-Wort Pixel

"Bares für Rares" Über 800 Prozent Gewinn: Flohmarktfund entpuppt sich als "Sensatiönchen"

Bares für Rares
"Bares für Rares"-Experte Albert Maier und Moderator Horst Lichter begrüßen Hucky Hedderich, der eine ungewöhnliche Keramik verkaufen möchte.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" steht eine Kuriosität zum Verkauf: eine englische Etagere, die für Austern gedacht war. Das ungewöhnliche Objekt ist mehr wert, als der Besitzer glaubt.

"Ein Tischspringbrunnen", mutmaßt Horst Lichter, als er das kuriose Objekt entdeckt: Mit einem Flohmarktfund kommt Hucky Hedderich aus Einhausen zu "Bares für Rares". "Ich wusste auch erst nicht, was es ist", erklärt der 68-Jährige. Er vermute, dass das kaskadenförmige Keramikobjekt für Muscheln oder Austern gedacht war. Doch stimmt das?

"Wir haben hier eine außergewöhnliche Rarität aus England", sagt "Bares für Rares"-Experte Albert Maier. "Es ist tatsächlich eine Austernetagere." Bemerkenswert sei das Alter. Die Keramik sei zwischen 1860 und 1870 von der Firma Minton gefertigt worden. Der Aufbau sei besonders interessant. Oben sei ein Aal abgebildet, darunter verschiedene Schalen aufgebaut. "Eine wunderschöne Töpferware."

"Bares für Rares"-Experte überrascht mit Schätzung

Besitzer Hedderich bezahlte auf dem Flohmarkt 30 Euro für die Etagere. Jetzt hätte er gerne zwischen 80 und 100 Euro dafür. Doch Experte Albert Maier hält eine Überraschung bereit. Das Stück sei zwischen 800 und 1000 Euro wert. "Ein Sensatiönchen", schwärmt Lichter. Sollte Hedderich 800 Euro bekommen, wäre das ein Gewinn von 2666 Prozent. Doch was sind die Händler bereit zu zahlen?

Im Händlerraum löst die Keramik keine Euphorie aus. "Mir ist es zu bestoßen", sagt Walter "Waldi" Lehnertz. Julian Schmitz-Avila startet mit einem Gebot von 100 Euro, David Suppes legt 20 Euro drauf. Damit liegen die Händler weit unter der Expertise. "Englische Keramik lässt sich leider nur in England verkaufen", glaubt Daniel Meyer. "Das ist zu speziell". Suppes ist bereit, sein Gebot noch auf 200 Euro zu erhöhen. Da Besitzer Hedderich das Stück nicht mehr mit nach Hause nehmen will, macht er Suppes ein Angebot: "Geben Sie mir 250 und die Sache ist geritzt." Der Händler ist einverstanden. "Sehr fair."

Auch wenn der Verkauf weit unter dem Expertenpreis blieb, ist Hedderich zufrieden. "Der Spatz in der Hand ist mir lieber als die Taube auf dem Dach", sagt er. Mit 250 Euro macht er immerhin noch einen Gewinn von über 830 Prozent.

mai

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker