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"Bares für Rares" "Warum finden wir so etwas nicht?" - Flohmarktkauf für zehn Euro erzielt 8000 Prozent Gewinn

Bares für Rares
"Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel begutachtet die Weingläser von Verkäuferin Mechthild Göbel-Heinz, die Moderator Horst Lichter fälschlicherweise für Teegläser hält.
© ZDF
Zehn Euro hat das Weingläserset auf dem Flohmarkt gekostet: Bei "Bares für Rares" stellt sich heraus, dass es sich um echtes Silber handelt. Ein fantastisches Geschäft.

"Warum finden wir so etwas nicht? Weil wir hier in der Sendung sind", witzelt "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter. Verkäuferin Mechthild Göbel-Heinz aus Siegen kommt mit einem echten Flohmarktschnäppchen in die Trödelshow. Sie will ein Weingläserset aus acht Teilen für ihre Freundin verkaufen. Zehn Euro habe sie dafür bezahlt. "Und einen Füller haben wir noch obendrauf bekommen", sagt die 67-Jährige stolz. Wie sich zeigen wird, ein lohnendes Geschäft.

"Das ist echtes Silber", klärt "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel auf. Anhand der Stempelung kann er auch den Hersteller bestimmen. Die acht Teile stammen von der Silberwarenfabrik Bruckmann und Söhne in Heilbronn und wurden zwischen 1904 und 1905 hergestellt. "Eine sehr schöne Arbeit", lobt der Experte.

Horst Lichter hält Set für Teegläser

Das Gläserset hält Horst Lichter zuerst für Teegläser. Erst als er die eingearbeiteten Weinranken erkennt, sagt er: "Jetzt sehe ich das erst, das sind ja Weingläser." Die Gläser bestehen jeweils aus einem silbernen Unterteil und können einzeln entnommen werden. Alle Teile sind unbeschädigt. "Das hat man selten", sagt Kümmel.

500 Euro hätte Verkäuferin Göbel-Heinz gerne für ihr Fundstück. Doch die Expertise liegt etwas darunter. "Der Silberwert liegt hier bei 360 Euro", sagt der Experte. Er würde einen kleinen Aufschlag geben und kommt deshalb in seiner Schätzung auf 400 bis 450 Euro. "Dafür würde ich verkaufen", sagt Göbel-Heinz. Doch im Händlerraum wird sie eine Überraschung erleben.

"Bares für Rares"-Händler liefern sich Bietergefecht

"Das ist kein Silber", mutmaßt Ludwig "Luki" Hofmaier zunächst. Doch er wird von seinen Kollegen schnell eines Besseren belehrt. Der neue Händler Thorsden Schlößner startet mit einem Gebot von 400 Euro. Doch auch Wolfgang Pauritsch, Ludwig Hofmaier und Fabian Kahl wollen die Weingläser haben. "Das ist etwas Besonderes", lobt "Luki" das Set. Kahl ist schließlich bereit, 100 Euro pro Glas zu zahlen. Für 800 Euro bekommt er den Zuschlag.

Gruppenfoto der "Bares für Rares"-Experten

"Ich bin sehr zufrieden", sagt Verkäuferin Göbel-Heinz. Sie konnte den Schätzpreis verdoppeln und macht sagenhafte 8000 Prozent Gewinn. Stolz sagt sie: "Eine ganz tolle Geschichte."

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