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"Bares für Rares": Silberpreis völlig falsch berechnet – Verkäuferin erlebt große Überraschung

Bei "Bares für Rares" steht ein Silberservice zum Verkauf. Den Materialwert hat die Verkäuferin bereits berechnet. "Das müssten 900 Euro sein." Doch die Expertise bringt eine freudige Überraschung.

"Bares für Rares"-Experte Albert Maier nimmt das Silberservice von Beatrice Madach in Augenschein. Horst Lichter staunt.

"Bares für Rares"-Experte Albert Maier nimmt das Silberservice von Beatrice Madach in Augenschein. Horst Lichter staunt.

ZDF

Mit einem Familienerbstück kommt Beatrice Madach aus Berlin zu "Bares für Rares". Die 37-Jährige möchte ein mehrteiliges Silberservice verkaufen. "Ich habe mal mit meiner gerechnet, das Silber müsste so 900 Euro wert sein – wenn wir richtig gerechnet haben. Die Expertise wird zeigen: Haben sie nicht.

"Das ist ein Silberservice, das zwischen 1920 und 1940 gefertigt wurde", klärt "Bares für Rares"-Experte Albert Maier auf. In diesem Zeitraum war Silber mit einem Feingehalt von 835 sehr beliebt (zum Vergleich: Sterlingsilber hat 925). "Ich schätze, dass es von 1930 stammt", sagt Maier. Der Zustand sei sehr gut, das Service sei noch nie benutzt worden.

Moderator Horst Lichter glaubt zu wissen, dass es sich um eine Handarbeit handele. Auf dem Silber sind Hammerspuren zu sehen. Doch Maier widerspricht. "Es handelt sich nur um ein Hammerschlagdekor, um das Service wertiger zu machen." In Wahrheit wurden die Kannen und Tassen maschinell hergestellt.

"Bares für Rares"-Experte widerspricht der Verkäuferin

Verkäuferin Madach hätte gerne zumindest den Silberwert für ihr Service. "So 900 Euro, ich weiß nicht ob das stimmt." Lichter ahnt bereits, dass sie sich vertan hat. "Ich habe so eine Ahnung, dass es mehr sein könnte." Tatsächlich errechnet Albert Maier einen Wert von 1300 Euro für die drei Kilogramm Silber. Da noch etwas für das Service hinzukommt, geht er von 1500 Euro Schätzpreis aus.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Überrascht vom hohen Preis freut sich Verkäuferin Madach auf den Händlerraum. Doch für ihr Service interessiert sich nur Susanne Steiger. Die trifft mit ihrem ersten Gebot von 1300 Euro genau den Silberwert. "Ich kann verstehen, wenn sie es dafür nicht hergeben wollen. Es ist auch eine gute Wertanlage", sagt Steiger. Den Silberpreis bekäme sie ja immer und vielleicht steige der Preis nochmal auf 80 Cent je Gramm Silber.

Madach ist überzeugt. Sie behält ihr Silberservice. "Ich bin ganz froh, dass ich nicht verkauft habe. Es hat sich nach verscherbeln angefühlt, das wollte ich nicht."

mai