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"Bares für Rares" "Dann können wir es kurz machen" - Verkäufer schockt die Händler mit Taktik-Fehler

Bares für Rares: Sven Deutschmanek, Horst Lichter, Verkäuferehepaar Minnerup
"Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek erklärt die Funktionsweise der Rallye-Instrumente. Horst Lichter und Verkäuferehepaar Minnerup hören zu.
© ZDF
Horst Lichter ist in seinem Element: Bei "Bares für Rares" stehen Rallye-Instrumente zum Verkauf. 4000 Euro sind Borduhr und Co. wert. Doch im Händlerraum pokert der Verkäufer zu hoch.

"Ich freue mich jetzt schon", sagt Motorsportfan Horst Lichter begeistert. Lisa und Karl-Heinz Minnerup aus Achim kommen mit Rallye-Instrumenten zu "Bares für Rares". "Ich fahre selbst Oldtimer-Rennen", erklärt der Verkäufer. Trotzdem wolle er das Zubehör jetzt verkaufen. "Das Einstellen ist mir zu umständlich." Über die Herkunft der Instrumente wisse er nicht viel. Das kann Experte Sven Deutschmanek ändern.

"Es handelt sich um sehr schöne Instrumente", erklärt der "Bares für Rares"-Autosachverständige. Die Borduhr sei von der Firma Heuer in der Schweiz gefertigt worden. Beim zweiten Objekt handele es sich um eine Stoppuhr, die sich "Monte Carlo" nenne und in den 60er Jahren ebenfalls von Heuer hergestellt wurde. Der Wegstreckenzähler Twinmaster werde noch über eine mechanische Tachowelle betrieben und stamme von der schwedischen Firma Halda. "Ich finde die Sachen sehr schön, sowas lässt sich super verkaufen."

"Bares für Rares"-Händler starten weit unter Expertise

Dementsprechend sind die Preisvorstellungen von Verkäufer Minnerup. Für alle drei Objekte zusammen hätte er gerne 4000 Euro. Ein stolzes Sümmchen. Doch Deutschmanek hält das für realistisch. Die beiden Uhren taxiert er auf 3000 bis 3500 Euro, den Wegstreckenzähler auf 1000. "Also liege ich bei 4000 bis 4500 Euro." Doch sind Rallyefans unter den Händlern?

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

"Was Technisches", sagt Markus Wildhagen unwissend, als er die drei Objekte sieht. Doch die Ausführungen von Winnerup begeistern ihn. Christian Vechtel startet mit 600 Euro, Wildhagen legt 100 Euro drauf. Doch das Verkäuferehepaar schaut wenig begeistert. "Ich habe keine Ahnung, wie sowas gehandelt wird", sagt Wildhagen. "Die Expertise lag bei 4000 bis 4500 Euro", erklärt der Verkäufer. Doch statt weitere Gebote abzuwarten, schockt er die Händler: "Ich will mindestens 4000 Euro." Er hat zu hoch gepokert. Der Verkauf scheitert. "Dann können wir es kurz machen", sagt Vechtel. "Vielen Dank, dass Sie da waren."

Enttäuscht ist er trotzdem nicht. "Das hat alles Spaß gemacht und wir fahren um eine Erfahrung reicher nach Hause."

mai

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