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"Bares für Rares" Zeichnung von John Lennon bei Wette gewonnen – Verkäufer wittert das große Geschäft

Bares für Rares: Detlev Kümmel, Horst Lichter
"Bares für Rare"-Experte Detlev Kümmel und Moderator Horst Lichter stehen vor der Lithografie von John Lennon. Lichter ist wenig begeistert.
© ZDF
Das ungewöhnliche Kunstwerk stammt aus einer gewonnen Wette: Bei "Bares für Rares" steht eine Lithografie von John Lennon zum Verkauf. Doch ist die Unterschrift von Yoko Ono tatsächlich echt?

Horst Lichter ist beim Anblick der Zeichnung skeptisch. "Hast du das selbst gemalt?", fragt er Lars Petersohn. Der 31-Jährige ist mit einer Lithografie zu "Bares für Rares" gekommen, die John Lennon und Yoko Ono zeigt. Doch die könnte wertvoller sein, als Lichter zunächst annimmt. "Ich würde gerne wissen, ob die Unterschrift darunter tatsächlich von Yoko Ono stammt", sagt der Verkäufer. Für Aufklärung soll die Expertise sorgen.

"Diese Lithografie wurde nach einer Zeichnung von John Lennon hergestellt, die er Yoko Ono zur Hochzeit schenkte", sagt der "Bares für Rares"-Kunsthistoriker Detlev Kümmel. Nur 300 Stück seien 1988 von dem Nachdruck hergestellt worden. Da Lennon damals schon tot war, habe Yoko Ono auf dem Bild unterschrieben und damit bestätigt, dass das Original vom Beatles-Mitglied war. Die Signatur stamme also tatsächlich von der Witwe Lennons.

"Bares für Rares"-Verkäufer: Lennon-Kunstwerk stammt von einer Wette

"Wo hast du die Zeichnung her?", will Lichter von Verkäufer Petersohn wissen. "Die hat der Onkel meiner Frau bei einer Wette gewonnen", erklärt er die kuriose Weise, wie er zu dem Kunstwerk gekommen ist. Er hoffe, dass er 2000 bis 3000 Euro dafür erzielen könne. Doch Experte Kümmel bremst ihn. "Es ist keine Signatur von John Lennon. Deshalb wäre ich hier bei 1500 bis 1800 Euro."

Im Händlerraum kommt die Lithografie gut an. "Das Original wäre eine andere Hausnummer", sagt Wolfgang Pauritsch und startet mit einem Gebot von 300 Euro. "Ich habe großen Respekt vor John Lennon. Malen war aber nicht sein Haupttalent", sagt Daniel Meyer über die Darstellung. Er bietet trotzdem 550 Euro. Doch auch die anderen Händler sind interessiert. Schnell schießen die Gebote auf über 1000 Euro. "Ich hätte es gerne", sagt Julian Schmitz-Avila und liefert sich ein Bietergefecht mit Pauritsch. Doch der steigt bei 1500 Euro aus. Sein Konkurrent bekommt dafür den Zuschlag und freut sich: "Das ist Wahnsinn."

Auch Verkäufer Petersohn ist glücklich. Seinen Wunschpreis konnte er zwar nicht verwirklichen, doch für einen Wetteinsatz sind 1500 Euro ziemlich viel Geld.

mai

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