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"Bares für Rares" Horst Lichter schwärmt von Musikbox – Verkauf scheitert an sturen Händlern

Bares für Rares
"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter und Experte Detlev Kümmel freuen sich wie die kleinen Kinder über die Wurlitzer Musikbox.
© ZDF
Eine alte Wurlitzer-Musikbox steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Doch obwohl das Gerät in Top-Zustand ist, platzt der Deal.

Von diesem Stück ist Horst Lichter sofort begeistert und singt lauthals mit: "Kleine Annabell" erklingt es aus der Musikbox von Manfred Bernhard. Der 64-Jährige aus Linnich kommt mit einer original Wurlitzer zu "Bares für Rares". Den Scheunenfund hat er über viele Jahre liebevoll restauriert. "Ich habe die jetzt über 20 Jahre und viele Teile ausgetauscht", verrät der Besitzer. Doch seine Frau war von dem Ungetüm in ihrem Wohnsitz wenig begeistert. Deshalb soll die Musikbox jetzt weg.

"Man hat es am Klang schon gehört: Es ist eine Wurlitzer", sagt "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel. Das Gerät sei von der US-Firma in Deutschland um 1967 gefertigt worden. "Eine sehr solide Arbeit – in der Optik und im Klang." Zwar müsste die Maschine einmal gereinigt werden, doch ansonsten sei der Zustand sehr gut.

"Bares für Rares"-Experte hält Wunschpreis für realistisch

Die Musikbox sei komplett mit den angezeigten 50 Platten, erklärt Bernhard. "Von denen muss ich mich ja auch trennen", sagt der Kraftfahrer. 100 D-Mark habe er dem einstigen Besitzer, der das gute Stück aus einer Kneipe hatte, damals bezahlt. Doch da er unzählige Arbeitsstunden und Ersatzteile investiert habe, hätte Bernhard jetzt gerne 1000 Euro dafür. "Für die Platten noch einmal 200 Euro", sagt er. Ist dieser Preis realistisch?

"Ich bin ganz bei Ihnen", bestätigt Kümmel den Wunschpreis. 1000 bis 1200 Euro seien für de alte Wurlitzer absolut realistisch. "Dann hoffe ich, dass sich auch im Händlerraum jemand begeistert", sagt der Besitzer. Doch er wird eine Enttäuschung erleben.

"Mir gefällt sie nicht", sagt Fabian Kahl, der die älteren Wurlitzer-Modelle mit Neon-Leuchtschriften schöner findet. Auch Händler Roman Runkel ist kritisch. "Das ist nicht eine ganz alte, die gibt es schon noch häufiger", sagt er. Er startet mit einem Gebot von 800 Euro. Doch Julian Schmitz-Avila und Thorsden Schlößner wollen nicht mitbieten. "Dann geht sie wieder mit", sagt Besitzer Bernhard, der nicht unter 1200 Euro verkaufen möchte. Doch die Händler bleiben hart. Der Deal platzt.

"Ich bin nicht enttäuscht", sagt Bernhard trotzdem. 800 Euro seien zu wenig gewesen. "Dann stelle ich sie lieber wieder bei mir ins Wohnzimmer und freue mich noch ein paar Jahre daran."

mai

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