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Deutscher Fernsehpreis 2006: Köln, Köhler und die Kripo

Zum 8. Mal wird der Deutsche Fernsehpreis in Köln verliehen. Nie zuvor wurden so umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, denn Bundespräsident Horst Köhler ging über den Roten Teppich. Auch die Promis wurden von Kripo-Beamten gecheckt.

1000 geladene Gäste, viel Prominenz aus Funk und Fernsehen - und der Bundespräsident. Köln stand am Freitagabend im Fokus des öffentlichen Interesses, weil dort zum 8. Mal der Deutsche Fernsehpreis verliehen wurde. Bundespräsident Horst Köhler war geladen, um den Ehrenpreis der Stifter an den ehemaligen Intendanten des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Friedrich Nowottny, zu überreichen. Die Ankunft Köhlers kurz vor Beginn der Gala im Kölner Coloneum hatte zuvor Sicherheitsvorkehrungen erfordert, die neu waren in der Geschichte des Fernsehpreises. 120 Security-Angestellte kamen zum Einsatz, das Bundeskriminalamt überprüfte jeden Gast.

Zu den geladenen Gästen, die vor der TV-Aufzeichnung um 19.00 Uhr über den roten Teppich flanieren sollten, gehörten unter anderem Schauspielerinnen wie Gudrun Landgrebe, Hannelore Hoger, Natalia Wörner und Mariele Millowitsch sowie ihre Kollegen Jan Josef Liefers, Jan Fedder und Herbert Knaup sowie die Moderatoren und Entertainer Anne Will, Harald Schmidt, Günther Jauch, Ulrich Wickert, Helge Schneider, Oliver Geißen und Hugo Egon Balder. Abgesagt hatten unter anderem Christiane Hörbiger, Sabine Christiansen, Heino Ferch und Iris Berben wegen ihres Unfalls bei Dreharbeiten in Kenia.

Zu den wichtigsten Preisen des Fernsehjahres 2005/2006 gehören unter anderem der für die beste Schauspielerin: Nominiert waren Christiane Hörbiger ("Mathilde liebt", ARD), Iris Berben ("Silberhochzeit", ARD) und Dagmar Manzel ("Als der Fremde kam", ARD, und "Die Nachrichten", ZDF). Zu den nominierten besten Schauspielern zählten Jan Fedder ("Der Mann im Strom", ARD), Herbert Knaup ("Der Mörder meines Vaters", ZDF) und Harald Schrott ("Allein gegen die Angst", ZDF). Als beste Fernsehfilme konkurrierten "Die Luftbrücke" (Sat.1), "Der Mann im Strom" (ARD), "Meine verrückte türkische Hochzeit" (ProSieben), "Dresden" (ZDF) und "Die Nachrichten" (ZDF).

Der Aufwand, den die vier beteiligten Sendersysteme ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1 für die Veranstaltung bezahlen müssen, wird auf mehr als eine Million Euro geschätzt. 120 Luxus-Limousinen transportierten die Gäste, um die sich 120 Hostessen kümmerten, 30 Köche bereiten die Speisen zu, 180 Kellner servieren bei der anschließenden Party unter anderem 400 Kilo Seawater Gambas, 60 Kilo Wildlachs, 150 Kilo Tunfisch und Kabeljau sowie 40 Kilo Ardenner Schinken und 1500 Schweinsbratwürste. 2200 Flaschen Wein standen zum Konsum bereit.

Carsten Rave/DPA / DPA