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"Ich bin ein Star": Männer, wo sind eure Eier?

Dschungelcamp, Tag 7: Nach einer Woche im Urwald lässt sich fürs männliche Geschlecht bittere Bilanz ziehen. Die Kerle sind zu schwach für den Dschungel. Jetzt spielen die Bondgirls die Hauptrolle. Das "starke" Geschlecht wurde im Camp definitiv enteiert.

Von Katharina Miklis

Sie wimmern, sie scheitern, sie schwächeln. Von wegen "007" und "harter Schwanz". Große Klappe und nichts dahinter. Während Model Nico Schwanz kaum noch Stehvermögen zeigt, wird Bond, Peter Bond, zu Pussy Galore. Die einzigen im Camp, die richtig anpacken und beim Schwanzvergleich im Dschungel vorne liegen, sind die Frauen. Ohne ihre Bondgirls wären die Männer verloren. Zwei Tage lang waren die Teilnehmer von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" nun auf Bond-Diät gesetzt. Zweimal musste Pussy Bond die Dschungelprüfungen antreten und um das Essen kämpfen. Zweimal scheiterte er kläglich.

Nur drei von 20 möglichen Sternen konnte er holen, machte aber trotzdem auf dicke Hose. "Warum ich immer gewählt werde? Die Zuschauer lieben mich halt mehr als die anderen." Kein Ton von Ironie. Der Bond denkt das wirklich. Der Dosensekt und das jahrelange Buchstabenumdrehen beim "Glücksrad" müssen Hartz-IV-Peter wahnsinnig gemacht haben. Vokabeln wie Realität und Understatement wurden aus seinem Wortschatz gestrichen. Ein Quantum Selbstüberschätzung.

Brüste mit der Lizenz zum Töten

Gestern war nun endlich wieder eine Frau dran - und somit das Essen gesichert. Giulia Siegel musste trotz Rückenproblemen, Heuschnupfen, Schlafentzug, Nikotinmangel und ihrer mannigfaltigen Phobien zur Caroline-Beil-Gedächtnisprüfung antreten: Sternesammeln im Straußengehege. Bissig wie die Siegel selbst hackten die hungrigen Riesenvögel auf die zickige Münchnerin ein. Zehn Sterne holte Giulia. Ohne mit der Wimper zu zucken, hat die Siegel jetzt schon 26 Sterne eingefahren. Zur Belohnung bekam sie eine Massage - von Nico. Die Frau hat Eier.

Keine Frage, die Frauen sind die wahren Gewinner im Dschungelcamp. Echte Kerle gibt's nicht mehr. Da haben wir einen Norbert Schramm. Ja, der mit den Schlittschuhen im Vorspann. Selbst die Moderatoren vergessen seinen Namen. Präsent ist der Eismann nur, wenn im Baumhaus heimlich die Tränen kullern, weil ihn keiner umarmt. Sonja Zietlow hat Recht: "Er ist wie Petersilie: liegt am Tellerrand und stört keinen".

Ein Trauerspiel der Männlichkeit

Und Nico? Vor dem Einzug spuckte er noch große Töne, von wegen den Menschen da draußen zeigen, wo der Schwanz hängt. Davon ist nichts mehr übrig geblieben. Seine Busenfreundinnen Gundis Zámbó und Giulia Siegel haben ihn im Dschungel völlig verweichlicht. Er rasiert sich gegenseitig mit Gundis, lässt sich von "Mausi" Pickel ausdrücken und von Giulia massieren... Der knallharte Schwanz von einst ist erschlafft.

Über Michael Meziani und Günther Kaufmann müssen wir gar nicht erst reden. Der eine hat noch kein Wort gesprochen, der andere liegt nur auf dem Feldbett und fächelt sich Luft zu. Laut Moderator Dirk Bach ist er sowieso nur da, weil RTL mehr Brüste im Camp sehen wollte.

Tja, und dann ist da halt noch Peter Kielbassa, der sich selbst Bond nennt und von "007" zur 0 des Camps degradiert wurde. Ein Trauerspiel der Männlichkeit.

Am Ende wählten die Zuschauer dann doch wieder den Bond zur nächsten Dschungelprüfung. Er ist sich sicher: weil sie ihn lieben. Dabei belustigt man sich einfach nur zu gern an den Leiden des Peter B., an seinen Wehwehchen. Bei der ersten Prüfung schmerzte es im Schritt, bei der zweiten war ihm alles viel zu dunkel. Kleiner Tipp: Einfach bei den Frauen abgucken, wie man es richtig macht. Lorielle London hat das schon vor längerer Zeit erkannt und sich umbauen lassen.

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