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Dschungelcamp 2017: Gina-Lisas fataler Glaube an das Gute im Menschen

"Mit mir wurde so viel gemacht - aber ich verzeihe immer": Gina-Lisa Lohfink weiß es eigentlich besser und bleibt doch stets naiv. Das Honey-Gate steht stellvertretend für alles, was in ihrem Leben schief läuft.

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Schau mir in die Augen: Gina-Lisa hängt an Honeys Lippen - Minuten zuvor hatte sie wegen ihm noch Tränen vergossen.

Aus dieser Nummer wird Honey schwer wieder rauskommen: Dass der Muskelprotz an Tag 10 im Dschungelcamp offenbar aus reiner Berechnung die Prüfung verweigerte - geschenkt. Dass er zwar rauchen und Sport treiben, aber wegen einer Bronchitis nicht für's Team schwitzen kann - Schwamm drüber. Aber wie gefühlskalt er die treue Gina-Lisa Lohfink manipulierte, das ist schwer verzeihlich.

Denn Lohfink weckt selbst beim empathielosesten Zuschauer Schutzinstinkte. Wie die 30-Jährige entgegen jeder Erfahrung und Vernunft immer wieder an das Gute im Menschen glaubt - es ist fast zum Verzweifeln. "Die meisten Männer haben mich verarscht. Ich kann auch nicht Schluss machen. Ich lasse mir so vieles gefallen, das ist unglaublich. Ich wurde schon geschlagen. Ganz vieles ist mit mir gemacht worden. Und ich sage immer wieder, ok, wir probieren es noch mal", gestand sie gleich zu Beginn des Camps. Und diese naive Art wird immer wieder ausgenutzt.

Lohfink ist von Honey enttäuscht - und lässt sich doch sofort wieder umstimmen

Am Sonntag traf im Gespräch mit Honey Lohfinks Naivität besonders deutlich auf Berechnung. Der 34-Jährige hatte sich grinsend geweigert, eine Dschungelprüfung anzutreten, schob seine Bronchitis vor, die ihm einen engen Kasten um seinen Hals nicht erlaube. Es war die ultimative Provokation, die es darauf anlegte, bei den TV-Zuschauern als Stimmungs-Kanone wahrgenommen zu werden. Frei nach dem Motto: Schlechte Schlagzeilen sind besser als gar keine Schlagzeilen.

"Ist doch nur ne TV-Sendung", tönte Honey. Dass er damit Recht hat, steht außer Frage. Dass er damit die ihm intellektuell unterlegene Gina-Lisa Lohfink verhöhnt, aber auch. Die war geschockt von seinem Verhalten, wollte sich tapfer an die Regeln halten - dabei fiel ihr die Prüfung besonders schwer. Unter Tränen erzählte sie, dass sie in ihrer Vergangenheit stark gewürgt wurde und deshalb Panik bekommt, wenn am Hals etwas eng sitzt. Ein Moment, der betroffen machte. "Was ich schlimm finde, wo ich auch jetzt traurig bin, wo ich ein bisschen Angst habe, ob du es ehrlich meinst mit uns, oder machst du hier nur Show, kann man dir vertrauen?“, schluchzte sie in Richtung Honey.

Gina-Lisa Lohfink bleibt auch im Dschungelcamp weich und nachgiebig

Ihr bester Freund Florian Wess kannte die Antwort, das Publikum kannte die Antwort - doch Gina-Lisa ließ sich trotzdem wieder von Honey einwickeln. Der schnappte sich die Gutgläubige zum Einzelgespräch und erweichte mit nur wenigen Worten sofort wieder ihr Herz. Noch am selben Tag sah man Lohfink bewundernd vor Honeys Bizeps stehen, wie sie ihm beim Sport Komplimente machte. 

Lohfink fällt es sichtlich schwer, Menschenkenntnis und emotionalen Abstand walten zu lassen. "Ich mag einfach keinen Streit und Stress", gestand sie Hanka Rackwitz. Und das nicht nur im Dschungel. Gerade erzählte ihr Ex-Freund Emir Kücükakgül der "Bild"-Zeitung, dass er sich kurz vor Beginn des Camps telefonisch von ihr getrennt habe. Mit ihr kann man's ja machen - und das ist verdammt traurig.

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