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Meinung

Dschungelcamp: Der Dschungel ohne Elena ist möglich, aber sinnlos

Elena Miras musste das Dschungelcamp an Tag 14 verlassen. Ihr Rauswurf ist ein Verlust für alle: die restlichen Kandidaten, die Zuschauer, die Show. Vier Gründe, warum das Dschungelcamp ohne die 27-Jährige keinen Sinn mehr macht.

Elena Miras

Elena Miras musste das Dschungelcamp an Tag 14 verlassen

TV Now

Plötzlich ist sie weg - zack! "Elena, du bist es. Du musst das Camp verlassen." Direkt ins Gesicht haben sie es ihr gesagt, so wie es die 27-Jährige immer eingefordert hatte. Das harte Urteil von Sonja Zielow traf Elena und ihre Mitcamper dann aber doch überraschend. "Was? Das war ja jetzt ein Spaß oder?", sagte selbst Danni Büchner, die seit dem Streit um eine Tasse Kuh-Pipi nicht gerade zu Elenas Unterstützern gezählt hatte.

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Überhaupt stand die Schweizerin bei ihren Kontrahenten - und offenbar auch den Zuschauern - nicht gerade hoch im Kurs. Wie sonst wären die geringen Anrufe zu erklären? Nach Elenas Auszug mag vorerst Ruhe einkehren, aber es bedeutet auch eine lähmende Langeweile für das Dschungelcamp. Vier Gründe, warum die Show ohne Elena möglich, aber sinnlos ist:

1. Sie kämpfte sich durch die Prüfungen

Sieben Mal musste Elena zu einer Dschungelprüfung antreten - immer an der Seite von Daniela Büchner. Es besser zu machen als die 41-Jährige war keine große Kunst, aber Elena hat immerhin die Zähne zusammengebissen und es versucht: im Dunkeln, in stinkenden Fischabfällen, zwischen Getier. Selbst Kamelanus, püriertes Schweinehirn und Kotzfrucht schluckte die 27-Jährige tapfer herunter und befand danach: "Am meisten geschmeckt hat mir das Arschloch." Während die Büchnerin nur jammerte, kreischte und schrie und am Ende sogar noch stolz mit ihrer Leistung prahlte, hat es Elena einfach gemacht - und ihr Scheitern im Nachhinein nicht als Erfolg verkauft. 

2. Sie bewies eine klare Haltung

"Wenn du ein Problem mit mir hast, dann sag es mir direkt ins Gesicht", lautete Elenas Losung. Statt leise zu lästern, suchte sie stets die offene Konfrontation. Das war bisweilen prollig und primitiv, aber wenigstens geradeheraus. Und allemal authentischer als der Pseudo-Intellektuelle Raúl Richter, der sich als Anführer aufspielt, aber bisher nichts wirkliches geleistet hat. Oder Markus Reinecke, der mit seinem Riesen-Ego prahlt, wobei nicht klar ist, was das rechtfertigt. Selbst einem Prince Damien fällt nichts anderes ein als seine belanglose "easy breazy"- Methode. Elena war aufmüpfig, unangepasst und unbequem - eine Frau, die polarisiert, und genau solche Kandidaten braucht das Dschungelcamp

3. Sie sorgte für Stimmung

Elena sorgte für "Rumble in the Jungle". Ob der Pipi-Streit mit Danni Büchner, das Flaschen-Gate mit Raúl oder die "Mach dich vom Acker"-Konfro mit Sven Ottke. Elena hatte immer was zu motzen und zu meckern - dadurch wurde es aber auch nie langweilig. Klageweib Danni spielt nur die Trauerplatte von ihrem verstorbenen Ehemann und den fünf Kindern. Wendler-Ex Claudia verteidigt einen Mann, der sie für eine 18-Jährige verlassen hat und auf einem Berg Schulden sitzen ließ. Und die Männer harren ohne Esprit und emotionale Regungen im Urwald aus. Was ist das denn bitte für eine Motivation? Bei Elena hat's gekracht und geknallt, da war wenigstens Stimmung!

4. Sie zeigte Emotionen

Egal, wie es Elena ging, sie hat es einfach herausgelassen. Wenn sie etwas störte, wurde eben gemotzt, wenn sie traurig war, flossen Tränen und wenn sie sich freute, dann mit dem erstbesten, der neben ihr seht - und sei es Danni Büchner. Dass sie auch eine sehr sensible, nachdenkliche Seite hat, bewies die 27-Jährige immer dann, wenn es um ihre Tochter und den drohenden Ärger mit dem Jugendamt ging. Das hat sie emotional tief bewegt und beschäftigt. Elena zeigte echte Gefühle, weil es ihr in dem Moment nahe ging und nicht, um von den Zuschauern Mitleid zu erhaschen.

Ihr Rauswurf an Tag 14 ist deshalb ein Verlust für alle: die restlichen Kandidaten, die Zuschauer und das gesamte Dschungelcamp. Die Tage bis zum Finale sind nur noch ein Ausharren, Abwarten, Dahinvegetieren. Am Ende wird einer der langweiligen Männer die Krone gewinnen - oder Danni Büchner.

Sie haben Folge 14 im Dschungelcamp verpasst? Die komplette Sendung sehen Sie bei TVNow

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