Unfall-Drama, Chaos-Prüfung, Notaufnahme: Am 12. Tag krachte das wirklich wahre Leben mitten ins Reality-TV und macht aus einer "Schwierigen Fanggelegenheit" – so der verharmlosende Name der schwersten Dschungelprüfung aller Zeiten – einen Unfallort. Und es wurde klar: Im Dschungelcamp können sich Promis nicht nur verbal verletzen, sie können sich auch dolle körperlich weh tun. Dabei hatte Dr. Bob zuvor besonders eindringlich gewarnt: "Das wird euch all’ eure Energie abverlangen, das ist sehr anstrengend! Es ist da auch sehr rutschig!"
Kurz zur Einordnung: Eva Benetatou und Gil Ofarim sollten in einem See über schwimmende Pontons hüpfen, dann einen Buzzer auf der anderen Uferseite drücken, über einen patschnassen Steg zurück balancieren, dabei aber ja nicht von einer Temu-Version des "Wrecking Balls" aus dem Miley-Cyrus-Videos getroffen werden, um dann zu guter Letzt noch eine winzige Pille, die mit gefühlt 200 km/h aus dem Busch abgefeuert wurde, mit einem Hechtsprung in den See zu fangen. Schon klar, nichts leichter als das!
Kurz vor Schluss passierte es dann: Gil glitschte ab und blieb regungslos auf einem Ponton pappen. Eva: geschockt, die Moderatoren: besorgt, sie beenden sogleich die Prüfung. Dr. Bob, der ja in Wahrheit gar kein Doktor, sondern Rettungssanitäter ist, eilte mit seinem Team zur Unfallstelle. Nach einem Check vor Ort kam Ofarim ins Krankenhaus, wurde geröntgt und komplett durchleuchtet. Kurze Zeit später dann die Entwarnung: Außer einer Prellung und ein paar blauen Flecken war nichts passiert.
Camper sorgen und umarmen sich
Bei seiner Rückkehr ins Camp wirkte Ofarim dennoch ein wenig so, als sei er gerade noch dem Sensenmann von der Schippe gesprungen: Von zwei Rangern gestützt und durch Schmerzpillen noch bedeutungsschwerer in seiner Aussprache als ohnehin, erklärte er: "Das war eine krasse Nummer, ich habe echt Glück gehabt." In den Social-Media-Kanälen wurde er da von manchen schon wieder als "Sterbender Schwan" verspottet, andere fühlen sich gar an die "Passion Christi" erinnert.
Vor seinem Unfall hatte sich Gil im Dschungeltelefon überraschend entschuldigt – nicht für seinen Skandal als solches, sondern dafür, dass der sich in Leipzig beziehungsweise Sachsen zugetragen hatte. "Es hatte nie etwas mit der Stadt Leipzig oder mit dem Bundesland Sachsen zu tun", erklärte der 43-Jährige und man war danach genau so schlau wie vorher.
Nach seinem Unfall aber sorgten sich die anderen Camper um ihn, sogar jene, die sich sonst nicht mal den mageren Schwanz eines Opossums gönnen: "Brauchst du eine Umarmung?", fragte Ariel Konkurrentin Eva und umarmte sie. Eva wollte nach diesem kleinen Finger gleich die ganze Hand und wünschte sich eine Gruppenumarmung, was jedoch ungehört verhallte. Die anderen hören mittlerweile gern mal weg, wenn Eva was will.
Hubert Fella packt im Sex-Talk aus
Ganz Ohr waren hingegen alle, als Hubert Fella Details aus seinem Sexleben mit Matthias Mangiapane auspackte: "Mal in der Dampfsauna, mal auf der Wiese, mal auf dem Balkon auf Mallorca", zählte er all jene Orte außerhalb der ehelichen vier Wände auf, in denen es mit Matze schon zur Sache ging. "Ich bin schon der, wo immer mehr Lust hat", schob der 58-Jährige nach. Das erklärt dann auch den Grindr-Account. Der fachmännische Rat von "Horny Hubsi" an Eva, die ja stark unter ihrem selbstverursachten Seitenspringerinnen-Image leidet: "Öfter mal den nervösen Unterleib zusammenhalten."
Von Ariel erfuhr man, dass sie derzeit unter akuter Sex-Flaute leidet: "Sehr lange" schon sei nichts Intimes mehr gelaufen, in Zahlen: v i e r Monate! Schon schlimm. In diesem elendig langen Zeitraum sind andere Reality-TV-Kollegen ja schon verlobt, verheiratet, haben die Ex verklagt und sind mit einer anderen Frau zusammengezogen.
Die 22-Jährige träumt trotzdem noch von der große Liebe, gern auch als Spielerfrau an der Seite eines berühmten Fußballers. Dann würde sie sich sogar dazu herablassen, einen Nachnamen anzunehmen, sagte Ariel und nennt als Beispiel Ronaldo. Ariel Ronaldo! Schon nice, oder? Bisher scheiterte der Liebeserfolg der Schweizerin jedoch an vergleichsweise profanen Umständen: "Ich hatte noch nie einen Mann mit einem Auto", klagte Ariel, dabei sei ihr größtes Aphrodisiakum ein Kerl, der ihr ein Auto vorbeischickt, mit dem sie zum Shoppen gefahren werde. Man möchte fast rufen: Hardy, fahr schon mal den Wagen vor!
Reality-TV-Kollegin Samira Yavuz hält ebenfalls nichts von Männern ohne fahrbaren Untersatz: "Wenn einer Spazierengehen vorschlägt als Date bin ich raus! Ich bin kein Hund, ich brauche keinen Auslauf", lehnt die 33-Jährige ein Beschnuppern in der freien Natur rigoros ab. Da sollte sie sich vielleicht doch noch mal mit Hubert austauschen. Der kennt sich ja aus mit originellen Orten für Outdoor-Aktivitäten.
Vier Mal verwarnt: Stephen Dürr ist raus
Zum Geschäftlichen: Nach der Pause an Tag 11 musste dieses Mal erneut ein Promi gehen. Viermal schon hatte Stephen Dürr zittern müssen. Dass der Schauspieler aber ausgerechnet in dieser Folge rausflog, überraschte dann doch. Zuvor hatte er Gil Ofarim klar gemacht, was alle von ihm hören wollen: "Dass du nach vorne trittst und sagst: Das ist scheiße gelaufen, so war es wirklich, ich nehme die Kritik an – es ist Lieferzeit!" Doch dann stürzte Ofarim. "Gil bekommt das, was er sich immer gewünscht hat: ein Comeback", frotzelte Jan Köppen bei dessen Rückkehr ins Camp. "Is this real life? Ist this just fantasy?" Wir werden es ganz bald wissen, am Samstag ist Finale.
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